Hard-Rock-Fans in Action - das Nova Rock hat begonnen.
Live-Blog
06/13/2015

Nova Rock Tag 1: Das große Abrocken beginnt

Der Blog zum ersten Tag des Nova Rock Festivals in Nickelsdorf.

von Elisabeth Hofer

Wenn hunderte Zelte auf den burgenländischen Pannonia Fields aufgestellt werden, der Geruch von Bier und Dixi-Klos in der Luft liegt und laute Rock-Musik aus den Lautsprechern dröhnt, dann ist es wieder passiert. Das Nova Rock ist gestartet. Der KURIER ist auch bei der elften Auflage des Festivals dabei. Subjektiv im Blog.

Nova Rock Tag 1: Das große Abrocken beginnt

Zu guter Letzt traten heute "Scooter" als "Late Night Act" auf. In der Zwischenzeit habe ich Tag 1 noch einmal in Bildern zusammengefasst. Mit dieser Bildergalerie verabschiede ich mich, sage gute Nacht, keep on rockin' und Heavy Metal is the law. Oder so.

Während "Mötley Crüe" die Bluestage rocken, geben sich auf der Redstage die "Beatsteaks" vor deutlich jüngerem aber nicht minder begeistertem Publikum die Ehre.

DER Headliner des Tages ist definitiv "Mötley Crüe". 1980 in Los Angeles gegründet, feiert die Glam-Rock Band heuer ihr 35-jähriges Bestehen. Und das trotz einer Menge Streitigkeiten, Drogen- und Alkoholproblemen. Die aktuelle Tour soll ihre letzte gemeinsame sein.

Bei ihrem Auftritt vor den jubelnden Fans am Nova Rock ruft Sänger Vince Neil dazu auf, die Augen zu schließen und sich vorzustellen, es wäre der Sommer des Jahres 1981, bevor die Band "Too fast for Love" spielt. 1981 war eben noch vieles anders. Da hatte Vince Neil selbst noch ein paar Kilo weniger und Gitarrist Mick Mars schlurfte noch nicht ganz so apathisch über die Bühne. Trotz alledem muss aber eines festgehalten werden: Auf ihrem Kult-Status ruht sich die Band heute nicht aus, sondern liefert eine etwas altersschwache aber dennoch glamouröse Show. Flammen und sehr knapp bekleidete Damen im Hintergrund inklusive.

Bei "Rise Against" fällt es schwer, nicht einfach Vorschusslorbeeren auszuteilen. Immerhin sind die vier Herren aus Chicago die Helden meiner Pubertät und nach einem Tag, an dem bereits einige Metal-Bands wie "Lamb of God" und "Mastodon" performt haben, bietet ein bisschen Punk eine willkommene Abwechslung.

Der Bereich vor der Bühne ist bereits vor Konzertbeginn gesteckt voll, es gibt keine Chance mehr, vor die vorderen Wavebreaker zu kommen. SobaldTim McIlrath die ersten Riffs spielt, bilden sich mehrere Moshpits und es wird gepogt was das Zeug hält. Die Band, die auch einige Balladen im Repatoire hätte, setzt auf lautstarkes und schnelles Programm, spätestens bei dem Song "Prayer of the Refugee" erreicht die Stimmung ihren Höhepunkt.

So machen es übrigens die Profis.

"Is anybody here ready for Rock 'n' Roll?", fragt Jesse Hughes aka "Der schönste Schnurrbart der Welt" das nun merklich in Festival-Laune geratene Publikum. Und yes, indeed, they are.

Während die Sonne langsam und fast kitischig-schön über den Pannonia Fields untergeht, rocken die "Eagles of Death Metal" trotz anfänglicher Schwierigkeiten mit dem Sound-Mix gehörig ab und sind sogar zu einem Geburtstagsständchen aufgelegt. Quittiert wird das von der rockenden Meute mit hysterischem Gekreische und vielen erfolgreichen (und noch mehr erfolglosen) Stage Diving Versuchen.

Gerade stehen die "Guano Apes" aus Deutschland auf der Redstage und bilden die etwas sanftere Alternative zur Metal-Band "Parkway Drive", die bis vor Kurzem mit heftigem Gegröle das Publikum der Bluestage beschallt hat.

Beide sind hörenswert, beide geben sich alle Mühe, aber ganz ehrlich - zum Kochen können sie die Stimmung noch nicht bringen. Wir dürfen also gespannt sein, was die "Egles of Death Metal" musikalisch so im Petto haben, die um 19:50 die Bühne erobern werden.

Sonnenbrände versorgen und Alkohol-Leichen wieder aufpeppeln. Die Mitarbeiter vom Roten Kreuz sind am Nova Rock im Dauereinsatz. Die meisten Gäste, die bisher behandelt werden mussten, litten laut einem Sprecher unter den Folgen der Hitze. Kein Wunder, ist Bier hier doch um einiges beliebter als Wasser.

Wie im letzten Jahr ist auch heuer wieder Florian Wieser (rechts) mit seiner Kamera für den KURIER unterwegs. Da ensteht schon einmal das ein oder andere Selfie.

Die Sonne steht noch hoch über dem Gelände. Vor der Bühne geht es aber schon rund, denn Hard-Rock-Band "Godsmack" fordert ihre Fans auf, so heftig zu hüpfen, dass man es bis nach Moskau spürt.

Quietschvergnügt wird gepogt und - was seh ich denn da - in der ersten Reihe zeigen bereits einige Ladys ihre Brüste. Man(n) freut sich.

Einen großen Teil des "Festival-Zaubers" macht traditionellerweise die Stimmung auf dem Campingplatz aus. Hier unser Best-Of des Nachmittags.

125.000 Fans werden übrigens an den drei Festival-Tagen erwartet. Sie profitieren heuer von einer Neuerung: Red- und Bluestage wurden erstmals so ausgerichtet, dass die Rocker lange Gehwege einsparen können. Das Pressezelt ist übrigens genau in der Mitte. Sehr angenehm.

Ein herzliches Hallo zu unserem Live-Blog vom Nova Rock 2015. "Life of Agony" steht bereits auf der Bühne, am Campingplatz herrscht Bombenstimmung und es ist heißt. Sehr heiß. 31 Grad zeigt das Thermometer, die Sonnencreme steht schon bereit und ich werfe mich in Kürze für euch ins Geschehen.

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