© Jeff Mangione

Kultur Musik
06/25/2012

Donauinselfest: Diebstahl und Wärmebildkamera

Zum Donauinselfest gehören auch Überfälle, Schlägerein und Notfalleinsätze. Aber generell ist die Insel sehr sicher.

Michael Domkars sieht fast alles. Keine Keilerei auf dem 4,5 Kilometer langen Festivalgelände, die ihm entgeht, kein Randalierer, der nicht rasch in seiner Wut gebremst werden könnte. Domkar sitzt in einem kleinen Container hinter der Festbühne. Vor ihm stehen zig Bildschirme, die das Geschehen in Echtzeit übertragen. 40 Kameras haben die heiklen Punkte im Visier. Mehr als 1000 Beamte von Polizei und privaten Diensten sind über das Areal verteilt. "Uns steht ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera zur Verfügung", sagt der Sicherheitskoordinator. Bei ihm laufen die Fäden von Polizei, Feuerwehr und Samariterbund zusammen. Auf Donau und Neuer Donau patrouillieren Boote. Zwei Tauchfahrzeuge sollen Ertrinkende im Ernstfall aus dem Wasser ziehen. "Leider gibt es immer wieder Leute, die glauben, baden gehen zu müssen." Alle – ob nüchtern oder nicht – würden aus dem Wasser gefischt. "Die Strömung wird unterschätzt." Im Laufe des 29 Jahre alten Events mussten einige Besucher ihr Leben in der Donau lassen. "Doch generell ist die Insel sehr sicher. Die Konzepte werden ständig überarbeitet." So sieht das auch Matthias Staribacher. Der 28-jährige Wiener ist Herr über die Notfallambulanz des Arbeiter Samariterbunds. Er und 200 Kollegen sorgen für das gesundheitliche Wohl zwischen Nord- und Reichsbrücke.

 

Im Einsatz

"Ca. 250 Hilfeleistungen fallen hier an einem Freitag an", sagt er. Am Ende werden wohl etwas mehr als 700 Leute erstversorgt werden müssen. Am Samstag mussten 87 Menschen ins Spital. Die Polizei zählte an den ersten beiden Tagen 80 Sachbeschädigungen, Diebstähle und Körperverletzungen. Auf der U-Bahn Station Handelskai wurden einem Burschen unter Einsatz von Pfefferspray sein Handy geraubt und eine Frau zeigte eine Vergewaltigung an. In 70 weiteren Fällen kam es zu Verwaltungsübertretungen.

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