"Bauer sucht Frau": Milchbauer Hannes hat eine Herzensdame und Hunderttausende Zuseher

© ERNST KAINERSTORFER

Kultur Medien
12/10/2020

TV-Quoten: Aufregung hilft Klien nicht, ATV-Bauern historisch

"Gute Nacht Österreich" verabschiedet sich schwach vom Sendeplatz am Mittwoch. ATV stärkster Sender der jungen Zielgruppe

von Christoph Silber

"Es ist ein schwerer Gang." Nein, das sagt nicht ORF-Comedian und Kabarettist Peter Klien, der das letzte Mal mit "Gute Nacht Österreich" an einem Mittwoch in ORF1 zu sehen war und nun das Feld räumen muss. Sondern Milchbauer Hannes bei "Bauer sucht Frau" auf ATV, der seinen beiden Hofdamen Tatjana und Birgit eine Entscheidung mitzuteilen hatte.

Wobei Letzteres die Fernsehzuseher deutlich mehr interessierte, wie die Quoten-Auswertung zeigt. Und das erstaunt, war doch die Aufregung groß, als im KURIER enthüllt wurde, dass "Gute Nacht Österreich" für die letzten Folgen dieser Staffel auf Freitag und eine spätere Beginnzeit verschoben wird.

Am Mittwoch kam Peter Kliens Sendung auf durchschnittlich 125.000 Zuseher, was einem Marktanteil in der jungen Zielgruppe von nur 6 Prozent entspricht. Das ist deutlich unter dem, was im ORF für diesen Sendeplatz geplant ist. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz hofft für Klien, dass er nun auf "wohlmeinende Fernseh-Auskenner" hört, wie er es in einer Pressekonferenz formulierte, und die Sendung sich zum Ausklang im Jänner noch entwickelt. 

Berg- und Talfahrten

Wobei es auch ein Pech ist - und dieses Problem gibt es am Freitag mit "Was gibt es Neues?" sicher nicht -, dass der Vorlauf wie am Mittwoch ganz mies läuft: Das "A-Team für Österreich" spielte (nicht nur) diesmal in der Z-Liga mit 104.000 Zuseher und fünf Prozent Markanteil in der Zielgruppe. Damit halbierte die Sendung mit Larissa Marolt die auch nicht berauschenden Quoten einer engagiert gemachten "Dok1" davor.

Alles verblasste am Mittwochabend neben "Bauer sucht Frau" bei ATV: Durchschnittlich 432.000 Zuseher waren bei den emotionalen "Berg- und Talfahrten" von Bauer Hannes und Co. mit dabei. Der Markanteil der Kuppelsendung lag bei 21 Prozent bei den 12- bis 49-Jährigen, bei den bis 29-Jährigen sogar bei 23 Prozent. 10,3 Prozent bedeuteten zudem den höchsten ATV-Tagesmarktanteil seit 2013.

Der Mittwoch war also ein Feiertag für den Privatsender. Oder wie es ATV-Geschäftsführer Thomas Gruber formulierte: "Ein Hoch auf die Bauern und die Liebe. Wir freuen uns sehr über diesen historischen ,Bauer sucht Frau'-Erfolg. Die Liebe scheint gerade in Zeiten wie diesen eine besondere Bedeutung für die ÖsterreicherInnen zu haben – das beweist auch die einzigartige Stärke von TV, Emotionen zu vermitteln. Insofern freut es uns sehr, dass wir unseren ATV-ZuseherInnen auch dieses Jahr trotz herausfordernder Produktionsbedingungen dieses jährliche TV-Ritual in gewohnter Qualität bieten können."

 

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