MR-Film-Produzent Auspitz: „Wir wollen die Co-Produktionen in Zentral- und Osteuropa weiter ausbauen"

© Kurier/Kurier/Romar Ferry

Serien-Projekt

„Rise of the Raven“: Teuerste Serie Mitteleuropas in Planung

Erzählt vom ungarischen Heerführer János Hunyadi. Robert Dornhelm soll Regie führen. Wiener MR Film unter den Co-Produzenten

08/25/2021, 10:56 AM

Es dürfte die teuerste Serie werden, die bislang in Mitteleuropa produziert wurde: „Rise of the Raven“ erzählt vom ungarischen Heerführer János Hunyadi , der in Österreichs und Europas Mittelalter-Geschichte eine wichtige Rolle spielt und 1456 in der Schlacht um Belgrad die Invasionsarmee der Osmanen besiegte.

Finanziert und produziert wird die Highend-Serie international, u. a. von der Serendipity Point Films des ungarisch-kanadischen Produzenten Robert Lantos („Museo“, „Barney’s Version“, „Being Julia“), von Jan Mojtos Beta Film („Gomorrha“, „Babylon Berlin“) sowie der Wiener MR Film um Oliver Auspitz und Andreas Kamm („Vienna Blood“, „Maria Theresia“).

Internationaler Anspruch

Die Drama-Serie, für die derzeit die Vorproduktion samt Casting-Phase läuft, ist auf zehn Stunden ausgelegt und wird nicht zuletzt wegen der Schlachtszenen kostenintensiv. „Das ist mit ein Grund, warum diese Produktion sehr breit aufgestellt wird. Wir wollen sie mit einem internationalem Anspruch umsetzen können“, erklärt MR-Film-Produzent Auspitz dem KURIER.

Die Regie der ersten Folgen wird Robert Dornhelm („Vienna Blood“) übernehmen. „Er ist nicht nur ein Regisseur, der eine Hand für populäre, quotenstarke historische Verfilmungen hat, sondern auch das Gefühl für die unterschiedlichen Mentalitäten mitbringt – und zudem ungarisch spricht“, sagt Auspitz. Diese Hürden einer solchen Produktion zu nehmen, habe man durch die „Maria Theresia“ gelernt.

Anderer Fokus

Der MR-Film-Produzent unterstreicht: „Wir wollen die Co-Produktionen in Zentral- und Osteuropa weiter ausbauen. Dieser geografische Raum ist mit Österreich historisch und bis heute so stark verwoben und ein Fundus an großartigen Geschichten, wie es auch ,Rise of the Raven‘ ist. Es gibt für uns da viele Berührungspunkte, mehr als mit mancher Region in Nord- oder Süd-Europa, die vielleicht stärker im Fokus sind.“

Die Zusammenarbeit von MR Film und Dornhelm wird übrigens auch nach der „Raven“-Produktion fortgesetzt.

„Es wird bereits an ,Vienna Blood 3‘ geschrieben. Ich freue mich sehr, dass diese internationale Reihe, die bei Publikum und Sendern ein sehr positives Echo hatte, weitergeht“, erklärt Auspitz. Die drei Filme der Staffel 2 werden im Herbst ihre Premiere auch im ORF haben. „Wir können uns auch auf den letzten Teil von ,Maria Theresia‘ mit Ursula Strauss freuen, das vom Spiel und von der Inszenierung her großartig geworden ist.“

Bestseller-Verfilmung

„Rise oft the Raven“ basiert auf einem Bestseller Bán Mórs und spielt im kleinteilig-chaotischen Europa des 15. Jahrhunderts: Während Hunyadis Leben von Skandalen, Machtspielen und Verschwörungen zwischen berühmten Adelsfamilien von Warschau und Rom bis Belgrad, Wien und Prag geprägt ist, sind seine stärksten Verbündeten die Frauen in seinem Leben. Mit dem Sieg gegen alle Widrigkeiten in der Schlacht um Belgrad prägt Hunyadi die Geschichte Europas.

Schon vor zehn Jahren hat Robert Lantos begonnen, an der fiktionalen Umsetzung des Stoffes zu arbeiten. Showrunner, Co-Regisseur und Co-Autor ist George Mihalka („The Firm“).

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