Nach Weißmann-Rücktritt: ORF schreibt Generalsposten bis Ende 2026 aus
Der ORF hat die Funktion der Generaldirektors bzw. der Generaldirektorin ausgeschrieben, wie am Freitag in einer Aussendung mitgeteilt wurde. Nach dem Rücktritt von Roland Weißmann vor knapp zwei Wochen muss ein Nachfolger bzw. eine Nachfolgerin für die laufende Funktionsperiode bis Ende 2026 bestellt werden. Erst mit Jänner 2027 beginnt die nächste reguläre Amtszeit, für die planmäßig im August gewählt wird.
Aktuell hat Ingrid Thurnher die Funktion der interimistischen Generaldirektorin inne, nachdem sie in der Vorwoche vom Stiftungsrat mit der Führung der Geschäfte betraut wurde. Es wird erwartet, dass sie die Periode bis Ende 2026 übernimmt. Ob sie sich auch für den Job ab 2027 bewerben werde, hatte sie bei ihrem Antrittsinterview in der "ZIB2" noch offengelassen.
Bewerbungen für den Posten des Generaldirektors bzw. der Generaldirektorin bis Ende 2026 müssen bis 17. April beim Stiftungsratsvorsitzenden Heinz Lederer einlangen, die Bestellung soll in der Stiftungsratssitzung am 23. April erfolgen.
Anforderungen für die Bewerbung
Bewerbungen von Frauen seien "besonders erwünscht", heißt es unter Verweis auf das ORF-Gesetz. Bewerberinnen und Bewerber werden um "Angabe der konkreten Gründe ersucht", die sie für die Bestellung "geeignet erscheinen lassen". Zudem sollen ein Lebenslauf, ein Konzept für den ORF und zum Nachweis der Unbescholtenheit ein aktueller Strafregisterauszug vorgelegt werden.
Als Anforderungen werden u. a. Geschäftsfähigkeit, einschlägige Berufspraxis, ein abgeschlossenes Hochschulstudium, Führungserfahrung, Kenntnisse des Medienmarkts, betriebswirtschaftliche Kenntnisse sowie hohe Sozialkompetenz und Kommunikationsstärke genannt.
Vertrauenswürdigkeit
Die Funktion des Generaldirektors bzw. der Generaldirektorin verlange "Vertrauenswürdigkeit, Unbescholtenheit und ein Verhalten, das die Glaubwürdigkeit eines öffentlich-rechtlichen Medienunternehmens sicherstellt".
Nur wer von einem Mitglied des Stiftungsrats zum Hearing nominiert wird, werde zur Bestellung zugelassen. Die Vertragsgestaltung erfolge gesondert von der Bestellung "unter Berücksichtigung eines internationalen Vergleichs und der Vorgaben der Vergütungsarbeitsgruppe".
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