ORF: Weißmann ließ Strafanzeige gegen zwei Personen einbringen

Die Staatsanwaltschaft Wien bestätigt den Eingang der Anzeige, der Anfangsverdacht muss nun überprüft werden.
Roland Weißmann.

Roland Weißmann hat nach seinem Rücktritt als ORF-Generaldirektor seinen Anwalt die bereits angekündigte Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft (StA) Wien einbringen lassen. Sie richte sich gegen zwei Personen, berichtete die "Krone", was der APA von StA-Wien-Sprecherin Nina Bussek bestätigt wurde. Weißmanns Anwalt Norbert Wess wollte sich zur Strafanzeige auf APA-Anfrage nicht äußern, da die Anfangsverdachtsprüfung durch die StA noch laufe.

Damit ist weiterhin nicht bestätigt, gegen welche Personen Weißmann vorgeht und auf Basis welchen vermuteten Tatbestands. Weißmann hat sich vor bald zwei Wochen zurückgezogen, nachdem sich eine Mitarbeiterin mit Vorwürfen rund um Fehlverhalten Weißmanns ihr gegenüber mittels eines Anwalts an die ORF-Stiftungsratsspitze gewandt hatte. Konkret soll der Medienmanager sie zu mehr als einer freundschaftlichen Beziehung gedrängt haben, wobei er u.a. auch auf explizite Nachrichten gesetzt haben soll. Weißmann bestreitet die Vorwürfe und ließ seinen Anwalt ausrichten, dass es sich um eine Beziehung im beidseitigen Interesse gehandelt habe, in der er keinen Druck ausgeübt habe.

Die Frau forderte von Weißmann u.a. den Rückzug von der ORF-Spitze. ORF-Stiftungsratsvorsitzendem Heinz Lederer und dessen Stellvertreter Gregor Schütze ließ sie Nachrichten, Tonaufnahmen und Bilder vorlegen, die ein mutmaßliches Fehlverhalten Weißmanns ihr gegenüber dokumentieren sollen.

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