Nach Rücktritt: Ex-ORF-General Roland Weißmann bringt Strafanzeige ein
Der ehemalige ORF-General Roland Weißmann bringt Strafanzeige ein. Eine rechtliche Prüfung habe den "Verdacht strafrechtlich relevanten Verhaltens mehrerer involvierter Personen" ergeben, hieß es in einer Aussendung seines Anwalts.
Weißmann hatte kürzlich bekanntgegeben, die Vorgänge rund um seinen Rücktritt auch selbst rechtlich prüfen zu lassen. Der Auftrag, Strafanzeige einzubringen, sei ein erstes Ergebnis dieser Prüfung.
Weißmanns Anwalt erwähnt in der Aussendung auch, dass der Ex-ORF-General auch zivilrechtliche Ansprüche geltend machen könnte. "Davon unbeschadet und unabhängig sind sämtliche weiteren Ansprüche von Mag. Weißmann zivilrechtlicher Natur", heißt es.
Vor bald zwei Wochen ist ein Anwalt an den ORF-Stiftungsratvorsitz herangetreten. Eine Frau erhebt Vorwürfe unangemessenen Verhaltens gegenüber Weißmann. Eine ihrer Forderungen war, dass Weißmann zurücktritt und nicht ins Rennen um eine weitere Amtszeit geht.
Seither sind viele Fronten im ORF aufgegangen. Sowohl Weißmann, die Stiftungsratsspitze oder auch eine Pensionsregelung für ORF-Manager Pius Strobl stehen seither in der Kritik. Worauf sich die strafrechtlichen Ortungen von Weißmanns Anwalt beziehen, ging aus der Aussendung nicht hervor. "Die weitere Würdigung und Bewertung des Sachverhalts soll sodann ausschließlich der zuständigen Ermittlungsbehörde obliegen", heißt es darin.
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