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Kultur Medien

Medienhilfspaket: VÖZ sieht Unterstützung positiv, Kritik an Verteilungsmechanismus

Bei Fördermaßnahmen müsse verstärkt auf qualitative Merkmale Wert gelegt werden.

04/04/2020, 10:59 AM

Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) sieht das Medienhilfspaket der Regierung in der Corona-Krise grundsätzlich positiv. Die Maßnahmen unterstützten viele Unternehmen „bei der Fortführung ihrer elementaren Arbeit im Interesse unseres Rechtsstaates und der Öffentlichkeit“, hieß es in einer Aussendung. Kritik gibt es aber am Verteilungsmechanismus.

"Wichtige Hilfestellung"

Österreichs Kaufzeitungen und -magazine leisten mit ihrer Berichterstattung zu Covid-19 bzw. den damit verbundenen staatlichen und behördlichen Maßnahmen einen entscheidenden Beitrag im Dienste der Allgemeinheit“, betonte der VÖZ. Das Grundprinzip der sachlichen Information ohne Panikmache stelle für viele Medienunternehmen verlegerischer Herkunft sowie deren Redaktionen eine selbstverständliche Verpflichtung dar.

Private Medienunternehmen werden überwiegend aus Werbeeinnahmen finanziert, betonte der VÖZ. Durch die Krise seien diese Werbeeinnahmen bereits im März 2020 um durchschnittlich 70 Prozent zurückgegangen. Die Maßnahmen würden somit eine „wichtige, ergänzende Hilfestellung für Österreichs Medienbetriebe“ darstellen, um die Corona-Krise meistern zu können, so Präsident Markus Mair in seiner ersten Stellungnahme.

"Gewisse Unschärfe"

Allerdings bestehe hinsichtlich des Verteilungsmechanismus noch eine „gewisse Unschärfe“, betonte Mair. Zahlreiche Wochenzeitungen und Magazine seien zwar in der Vertriebsförderung, allerdings nicht bei der Druckauflagenförderung berücksichtigt. „Sehr kritisch“ sieht der VÖZ die „überproportionale Unterstützung für Zeitungen die aufgrund ihres Vertriebsmodells Zeitungen und Magazine den Haushalten nicht persönlich zustellen, und zudem auch die allgemeingültigen Kollektivverträge für Journalistinnen und Journalisten nicht anwenden.“

Auf Grund dieser Umstände würden bei Kaufzeitungen und -magazinen wesentlich höhere Kosten entstehen, argumentiert Mair. Bei künftigen Fördermaßnahmen müsse auch verstärkt auf qualitative Merkmale Wert gelegt werden.

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