Andreas Vitásek als schrulliger Therapeut mit „Sigmund“

© ORF/ORF/Interspot/Juergen Hammerschmid

Kultur Medien
01/27/2021

Andreas Vitásek: „Die Schildkröte wird uns an die Wand spielen“

Derzeit entsteht eine neue ORF-Comedyserie. „Familiensache“ mit Katrin Lux, Robert Stadlober und Andreas Vitásek soll ab Herbst 2021 laufen.

von Peter Temel

Sitcom, Comedy, Dramedy? Mit der Einordnung des neuen ORF-Serienprojekts „Familiensache“ tut man sich noch etwas schwer. „Ich bin kein großer Freund dieser englischen Bezeichnungen“, sagt Andreas Vitásek im Video-Interview, „Komödie ist ein schönes Wort dafür.“

Vitásek spielt den Paartherapeuten Dr. Nemeth, der in der Serie regelmäßig Besuch von den Pichlers bekommt. Wenn Dani Pichler (Katrin Lux) und Andi Pichler (Robert Stadlober) Einblick in ihren Alltagswahnsinn geben, kommt Dr. Nemeth kaum zu Wort. Er widmet sich nebenbei auch Sigmund. Dabei handelt es sich um eine kalifornische Dosenschildkröte, deren Bewegung hin zu einem Salatblatt die Dauer einer Sitzung bestimmt. Vitásek befürchtet: „Die Schildkröte wird uns an die Wand spielen.“

Katrin Lux beschreibt ihre Rolle als „Frau, die zwischen Job, Kindern und Ehe alles im Griff haben will. In diesem Wahnsinn versucht sie, die Bälle in der Luft zu halten.“ Dieser Jongleurakt wirke oft unkonventionell.

Ehemann Andi wolle es etwas gemütlicher angehen, sagt Stadlober. Er sei noch der Einstellung der „Generation Nullbock“ aus den 1990er Jahren verhaftet. „Aber er bemüht sich“, sagt der Kärntner, der kürzlich mit dem Landkrimi „Waidmannsdank“ auch im ORF reüssierte. Für die Serieneltern wäre „vieles einfacher, wenn die Kinder nicht die ganze Zeit nerven, auch im Schlafzimmer.“ Vitásek, der kurz den Therapeuten mimt: „Sie machen es sich zu einfach, suchen Sie die Schuld doch einmal bei sich.“

Das erinnert zwar an die derzeitige Homeschooling-Situation, die die beiden Hauptdarsteller zum Teil auch im echten Leben kennen, Corona bleibe in der Serie aber komplett außen vor. „Während andere Eltern derzeit kurz vorm Durchdrehen sind, sind wir hier in einer luxuriösen Situation“, sagt Stadlober. Nach dem morgendlichen Coronatest spiele man „in einer Welt, in der kein Corona existiert. Bis wir dann draußen wieder die Maske aufsetzen.“

Voraussichtlich ab Herbst: Margarethe Tiesel als Oma, ihr Sohn Andi (Robert Stadlober) und Fanny Krausz in einer Gastrolle

Israelisches Vorbild

Gedreht wird seit Mitte Dezember in den Interspot Studios. Derzeit hält man bei der Hälfte von zehn Folgen, die im Herbst in ORF 1 laufen sollen. Vorbild ist das israelische Format „La Famiglia“, das schon in mehrere Länder verkauft worden ist.

Lux, bereits durch 300 Folgen „Marienhof“ geeicht, erklärt, sich das Original bisher nicht angesehen zu haben. Sie wolle „ihre eigene Dani erschaffen“. Zudem seien „Familienkonstellationen von Land zu Land verschieden“, ergänzt Stadlober. „Wir wissen aber, dass der österreichische Humor sehr im jüdischen Humor verwurzelt ist“, sagt Vitásek. „Vielleicht ist das der Grund, warum wir uns hier auf der Humorebene sehr wohl fühlen.“

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