Robin Wright als US-Präsidentin in "House of Cards".

© David Giesbrecht/Netflix

Kultur Medien
01/20/2021

Der ultimative Film- und Fernsehguide zur US-Präsidentschaft

Das Weiße Haus als politisches Epizentrum ist auch ein beliebter Schauplatz für fiktionale Charaktere. Oder Verfilmungen realer Antihelden.

von Philipp Wilhelmer

Der Präsident der Vereinigten Staaten ist nicht nur der mächtigste Politiker der Welt, sondern ein Stück Popkultur. Die Schauplätze der Regierungsgeschäfte – das Oval Office, die Air Force One, der Rosengarten – sind auch Schauplatz für fiktionale Charaktere.

Die Film- und Seriengeschichte kennt unzählige Präsidenten. Der KURIER gibt einen Überblick über Produktionen, deren Handlung rund um das Weiße Haus angesiedelt ist:

Die wichtigste Serie über eine Präsidentschaft dürfte weiterhin House of Cards sein: Die Netflix-Produktion war eine der wichtigsten Serien für den Erfolg der Streamingplattform. Der später wegen Missbrauchsvorwürfen gefallene Kevin Spacey spielte den skrupellosen Frank Underwood, dessen unersättlicher Ehrgeiz irgendwann ins Weiße Haus führt. Spacey wurde später aus dem Drehbuch gestrichen und seine Frau Claire (Robin Wright) landete im Chefinnensessel. Eine intensiv erzählte Politsaga mit tollen unerwarteten Wendungen.

Eine der skandalträchtigsten realen Präsidentschaften, jene von Richard Nixon (1969–1974), brachte zahlreiche kinematografische Abhandlungen: Wie auch Donald Trump war Nixon mit der Presse auf Kriegsfuß. Entsprechend groß war der Triumph für die Aufdecker der Watergate-Affäre, Bob Woodward und Carl Bernstein von der Washington Post, als Nixon zurücktrat. 1976 wurde ihre Story in „Die Unbestechlichen“ mit Robert Redford und Dustin Hoffmann in den Hauptrollen verfilmt. Abrufbar ist er bei Amazons Streamingdienst Prime Video.

Eine TV-Konfrontation mit der Wahrheit wurde ebenfalls auf Leinwand gebannt: „Frost/Nixon“ behandelt das Interview von Talkmaster David Frost mit Nixon, in dem er 1977 eingestehen musste, dass er im Zuge der Watergate-Affäre sein Land im Stich gelassen hatte. (Ebenfalls auf Prime Video.)

In „Wag the Dog“ spielt Robert De Niro einen überdrehten Spin Doktor, der einen Bürgerkrieg inszeniert, um von einem Skandal im Weißen Haus abzulenken. Der Film wurde 1998 gedreht und nahm vorweg, wie verrückt die Öffentlichkeitsarbeit am Amtssitz des Präsidenten unter Trump werden sollte (Krieg hat er dennoch keinen vom Zaun gebrochen) – ebenfalls auf Prime Video.

Beim gewaltsamen Sturm aufs Kapitol vor zwei Wochen wurden Erinnerungen an die bei Netflix abrufbare Serie „Designated Survivor“ wach. Darin wird der weltverbesserische Kiefer Sutherland zum Präsidenten, weil die gesamte Regierung bei einem Anschlag auf das demokratische Zentrum der USA ausgelöscht wird. Als „designierter Überlebender“ für den Fall des Falles war er in Sicherheit gebracht worden und findet sich an der Spitze eines zerstörten Landes wieder. Die Serie beginnt spannend, man muss aber zugegebenermaßen eine gehörige Portion Pathos vertragen können, will man sie genießen.

In „Scandal“ wiederum sieht man eine abgebrühte und intrigante Anwältin die Fehltritte von prominenten Politikern diskret ausbügeln. Selbst hat sie jedoch eine Affäre mit dem amtierenden Präsidenten (Prime Video).

Etwas weniger überdreht, aber dafür schon etwas angegraut ist die Serie „The West Wing“, die den Alltag der US-Präsidenten und seines Stabes beschreibt. Sie lief bis 2006 und ist auf Prime Video zu sehen.

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