Maximilian Schell bewacht die "Saliera"

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Foto: Kunsthistorisches Museum Wien Maximilian Schell in dem Werbeclip des Kunsthistorischen Museums mit Cellinis "Saleria", die 2003 gestohlen wurde.

Oscar-Preisträger Maximilian Schell wirbt für die Kunstkammer des Kunsthistorischen Museums Wien.

Grandios. Das muss man gesehen haben." Maximilian Schell zeigt sich begeistert von der Neuaufstellung der Kunstkammer des Kunsthistorischen Museums (KHM) in Wien. In einem 45 Sekunden dauernden Videoclip wirbt der Oscar-Preisträger für die Wiedereröffnung, die am 28. Februar nach gut zehnjähriger Schließzeit über die Bühne gehen wird. Gleichzeitig präsentiert das Museum ein neues Corporate Design inklusive neu gestalteter Website. Nicht nur die Hauptseite des KHM versprüht nun eine nüchterne Sachlichkeit, auch die Online-Auftritte der Dependancen wie Schloss Ambras in Innsbruck oder Kaiserliche Wagenburg wurden mit dem aufgeräumten Erscheinungsbild versehen. Das Werbevideo mit Schell ist derzeit online zu sehen, außerdem wird das KHM auch im TV damit werben.

www.khm.at

Was das Kunstjahr 2013 bringt: Kunstkammer, Kokoschka, Kiki und Katz


Viele Einzelkünstler-Ausstellungen, Neues zum Thema „Wien um (und vor) 1900“

Historisches

Die Wiedereröffnung der Kunstkammer des Kunsthistorischen Museums (für allgemeines Publikum: Ab 1. 3.) ist schon mehrfach dick im Kalender angestrichen. Darüber hinaus zeigt das KHM u. a. eine Sonderschau mit „Kunst-Geschichten über Paare“ („Intermezzo“, 18. 6.–8. 9.).

Im Belvedere widmet sich die Schau „Dekadenz. Positionen des österreichischen Symbolismus“ 2013 einer oft als Kitsch verschrieenen, tatsächlich aber hochspannenden Kunst. Die Albertina holt Meisterwerke aus ihren Depots und zeigt von 14. 3.– 30. 6. „Bosch Bruegel Rubens Rembrandt“.

Modernes

Max Ernst<br />
Beim ersten klaren Wort, 1923<br />
© VBK, W… Foto: VBK, Wien 2012 / K20 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen Max Ernst in der Albertina Die Albertina zeigt mit Max Ernst (23. 1. – 5. 5.) einen Großen der klassischen Moderne. Das Leopold Museum präsentiert 2013 nach den „Nackten Männern“ Luftiges: Die Schau „Wolken“ (22. 3. – 1. 7.) geht einem beliebten Motiv in der Kunst von Monet bis Magritte nach. Mit „Oskar Kokoschka – der sensible Titan“ steht dann ab 4. 10. wieder ein Hausheiliger dieses Museums im Rampenlicht. Die Albertina setzt mit der großen Schau „Matisse und die Fauves“ (20. 9.– 14. 1. 2014) ein weiteres modernes Herbst-Highlight. Mit Lucian Freud (8. 10.–6. 1. 2014) wagt sich auch das KHM erstmals im großen Stil auf das Terrain von Ausstellungen moderner Meister.

Zeitgenössisches

Kiki Kogelnik, it hurts with a tool 1976-77… Foto: VKunsthalle Krems Kiki Kogelnik in der Kunsthalle Krems Der 75. Geburtstag des deutschen Malerfürsten Georg Baselitz wird im Essl Museum mit einer großen Werkschau gefeiert (18.1. – 20.5.) Das MAK schaut im Jänner in Richtung Türkei: „Zeichen, gefangen im Wunder“ (23.1. – 21.4.) sucht in der Kunst nach dem „Istanbul heute“. Das mumok eröffnet seine Saison mit einer großen Schau zu Franz West (23.2. – 26.5.), an deren Gestaltung der 2012 verstorbene Künstler noch selbst mitgewirkt hatte. In der Albertina kommt 2013 der Maler Gottfried Helnwein zu Ehren (5. 5.–25. 8.). Das Salzburger MdM zeigt US-Star Alex Katz (9. 3.–7. 7.) Die Wiener Secession stimmt mit einer Schau von Matthias Poledna auf die Arbeit von Österreichs Biennale-Teilnehmer 2013 ein (27. 2.–28. 4.). In der Kunsthalle Krems lockt nach Solo-Schauen zu Kiki Kogelnik und Elfie Semotan (beide 14. 7.–6. 10.) eine Retrospektive von Yoko Ono (20. 10.–23. 2. 2014). Das Linzer Lentos feiert 2013 sein Zehn-Jahres-Jubiläum und lädt dazu den dänischen Starkünstler Olafur Eliasson ein (28. 6.–22. 9.) Im Herbst wird zudem das Museum des Privatsammlers Heinz Angerlehner in Thalheim bei Wels eröffnet.

International

Die Biennale Venedig findet 2013 von 1. 6. bis 24. 11. statt. Zuvor zeigt u. a. die Tate Modern London eine Retrospektive von Roy Lichtenstein (21. 2.–27. 5.). Ein „Jahresregent“ ist übrigens der 1863 geborene Edvard Munch, dem u. a. das New Yorker MoMA eine Schau widmet.

Die Albertina eröffnet 2013 mit der ersten großen Retrospektive des Dadaisten und Surrealisten Max Ernst, der zweifelsohne zu den Jahrhundertfiguren der Kunstgeschichte gehört. // 23. Jänner bis 5. Mai 2013 // Das Kunsthaus Wien startet im neuen Jahr mit einer großen Saul-Leiter-Retrospektive. Der 89-jährige Fotograf gehört zu den Pionieren der Farbfotografie. Im Kunsthaus wird der Bogen von Frühwerken in Schwarz-Weiß über die ersten Farbversuche bis hin zu seiner Malerei gespannt. // 31. Jänner bis 26. Mai 2013 // Im Essl Museum wird anlässlich des 75. Geburtstags von Georg Baselitz eine ausgiebige Werkschau gezeigt. Baselitz ist einer der wichtigsten Künstler der Nachkriegsgeneration in Deutschland und hat die figurative Malerei konsequent weiterentwickelt. Das Spektrum reicht von frühen auf den Kopf gestellten Motiven bis zu den Remix-Serien der letzten Zeit, in denen der Künstler Motive seiner Malerei der frühen Jahre wieder aufgreift. // 18. Jänner bis 20. Mai 2013 // Das Mumok startet mit einer großen Ausstellung zu Ehren des im Sommer verstorbenen Künstlers Franz West ins neue Jahr. West hatte die Ausstellung bis kurz vor seinen Tod noch enthusiastisch mitentwickelt. Im Zentrum der Ausstellung "Wo ist mein Achter?" stehen seine "Kombi-Werke", unterschiedliche Werktypen die immer wieder neu zusammengestellt wurden. // 23. Februar bis 26. Mai 2013 // Parallel dazu zeigt das Mumok die erste große Einzelausstellung der Wiener Künstlerin Verena Dengler, eine Meisterin pointierter Anspielungen, die sich gerne mit österreichischen Spezifika auseinandersetzt. Der Ausstellungstitel "Fantastischer Sozialismus" spielt auf die vor allem hierzulande populären Phantastischen Realisten an. //  23. Februar bis 23. Juni 2013 // "Nippon Chinbotsu" ist ein 1973 veröffentlichter Science-Fiction-Bestseller, der den Untergang Japans skizzierte. Der Manga-Zeichner Tokihiko Ishiki ließ sich davon inspirieren. Die erste Ausstellung 2013 im MAK, "Nippon Chinbotsu. Japan sinkt. Ein Manga", widmet sich diesem Massenphänomen zeitgenössischer Kultur und blickt Ishiki bei der Arbeit über die Schulter.  // 16. Jänner bis 21. April 2013 // Unterhaltsam startet das Jüdische Museum ins neue Jahr mit der Ausstellung "Alle meschugge? Jüdischer Witz und Humor". Humor ist ein wesentlicher Bestandteil jüdischen Lebens. Neben bekannten Größen wie Ephraim Kishon in Israel oder Woody Allen in Hollywood trugen hierzulande Karl Farkas oder Fritz Grünbaum ganz wesentlich zur Hochblüte der Wiener Unterhaltungskultur bei. //
20. März bis 8. September 2013 // Nach den "Nackten Männern" begeht das Leopold Museum das neue Jahr wesentlich ruhiger. Und zwar mit der Ausstellung "Wolken - Bilder zwischen Himmel und Erde". Zu sehen sind Bilder von Künstlern wie Magritte (im Bild), die Wolkenbilder in den Mittelpunkt ihres Interesses rückten. // 22. März bis 01. Juli 2013 // Das Bank Austria Kunstforum widmet sich 2013 erst einmal einer der eigenwilligsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Meret Oppenheim war eine wichtige Vertreterin des französischen Surrealismus und galt als feministische Identifikationsfigur. Zum 100. Geburtstag gibt es hier die erste postume Retrospektive in Österreich. // 21. März bis 14. Juli 2013 // Dass Barock kein Rückzugsgebiet für Konservative, sondern vielmehr Ansatzpunkt für die Moderne ist, möchte die Ausstellung "Barock" im unteren Belvedere zum Ausdruck bringen. // 27. Februar bis 09. Juni 2013 // Im 21er-Haus steht die erste Ausstellung des Jahres ganz im Zeichen der heimischen Fotografie. "Fotos. Österreichische Fotografien von den 1930ern bis heute" geht der Frage nach, wo österreichische Fotografie heute steht und wohin sie geht. // 30. Jänner bis 05. Mai 2013 Von 10. Jänner bis 6. Februar widmet sich das Österreichische Filmmuseum dem italienischen Nachkriegskino mit einer Doppel-Retrospektive von Valerio Zurlini und Antonio Pietrangeli. Die beiden jung verstorbenen Filmemacher beschäftigten sich umfangreich mit dem Aufbruch des Neoliberalismus im Stile des klassischen Kunstfilmes. // 10. Jänner bis 6. Februar 2013 // Fabriken sind unzulängliche Orte, meist in andere Länder ausgelagert und auch sonst für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. In der ehemaligen Ankerbrotfabrik, wo sich die Galerie Ostlicht befindet, widmet sich die Fotografie-Ausstellung "Industrie" den verschiedenen Aspekten industrieller Produktion. // 24. Jänner bis 31. März 2013 // Roger Ballen begreift jede Fotografie als Teil des Selbst und damit als Ausweitung der eigenen Person. Das mag daran liegen, dass der New Yorker Fotograf zunächst Psychologie studierte, bevor er Fotograf wurde. Die Galerie Westlicht widmet ihm zu Jahresbeginn die erste umfassende Werkschau in Österreich. // 22. Februar bis 28. April 2013 // Die Ausstellung "Im Schatten der Pyramiden" im Kunsthistorischen Museum gibt ab Jänner einen Einblick in die österreichischen Grabungen, die von 1912 bis 1929 in Gizeh (Ägypten) durchgeführt wurden und bis heute als Grundlage für die Erforschung des ägyptischen Alten Reiches (ca. 2650 – 2190 v. Chr.) gilt. // 22. Jänner bis 20. Mai 2013 //

(KURIER, APA) Erstellt am
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