© Theo Miller/Serpentine Galleries

Kultur
10/30/2020

Maler Atta Kwami erhält Maria-Lassnig-Preis

Der aus Ghana stammende Maler erhält 50.000 Euro und eine Plattform in der Londoner "Serpentine Gallery"

von Michael Huber

Der Maler Atta Kwami erhält den Maria-Lassnig-Preis 2021. Die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung der Maria Lassnig Stiftung wird alle zwei Jahre mit einer anderen Partnerorganisation vergeben, heuer gemeinsam mit den Londoner Serpentine Galleries. Kwami erhält neben dem Preisgeld die Möglichkeit, mit der Galerie ein Projekt im öffentlichen Raum zu verwirklichen, und es erscheint eine umfassende Monografie des Künstlers.

Atta Kwami wurde 1956 in Ghana geboren und lebt heute in Großbritannien. Er arbeitet als Maler, Druckgrafiker und auch als Kunsthistoriker und Kurator. Manche seiner Werke sind so genannte "Kiosk-Skulpturen", die der Künstler als dreidimensionale Erweiterungen seiner Malerei begreift. Sie nehmen Anleihen bei abstrakter Kunst, aber auch bei Ghanaischer Architektur und Textilkunst. Derzeit Arbeitet Kwami an einem Glasfenster für die im Bau befindliche Kathedrale in Ghanas Hauptstadt Accra.

Kwami  ist der dritte Künstler, der den Preis erhält. 2019 wurde die indische Künstlerin Sheela Gowda ausgezeichnet, erste Preisträgerin war 2017 die Britin Cathy Wilkes. Dass er in der Serpentine Gallery eine Plattform erhält, ist kein Zufall - ist deren Leiter Hans-Ulrich Obrist doch auch Vorstandsmitglied der Lassnig-Stiftung und ständig um die Erweiterung des künstlerischen Kanons bemüht. Der Lassnig-Preis als solcher wurde für Künstlerinnen und Künstler geschaffen, die bereits auf eine Karriere zurückblicken können und deren Werk "es verdient, in breiterem Kontext gesehen zu werden".

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