Georg „Georgy“ Hillmaier (Thomas Stipsits) ist aus Thailand zurück. An seiner Seite: Jadwiga Fiedler (Claudia Kottal)

© (c) Allegro Film/Felix Vratny/FELIX VRATNY

Drehbesuch
07/07/2021

"Love Machine 2": Callboy Georgy kehrt zurück

Erste Einblicke in „Love Machine 2“, die Fortsetzung des Erfolgsfilms. Der KURIER war bei den Dreharbeiten dabei.

von Marco Weise

Thomas Stipsits ist kaum wiederzuerkennen. Lange krause Haare, Vollbart, ein luftiges Yoga-Leinen-Hoserl und eine Bräune wie nach drei Wochen Sonnenbad ohne Schatten. Aber wenn er nach dem „Action!“ des Regisseurs mit seinem sympathischen Kernöl-Dialekt loslegt und gleich einmal falsch bei der Kamera vorbeigeht, dann erkennt man sofort den Kabarettisten hinter der Maske. Stipsits nutzt die von ihm mehrfach verhaute Einstellung gleich für ein Scherzerl.

Der Schmäh rennt, und die Stimmung am Set von „Love Machine 2“ ist gut. Gedreht wird gerade in einem ehemaligen Einkaufszentrum namens Bloomfield im niederösterreichischen Leobersdorf nebst der Südautobahn. In diesem wurden die Kulissen und Räume für eines der Hauptmotive des Films aufgebaut: Das „Love Bird“. Eine luxuriöse Mischung aus Massage-Spa und Bordell. „Es geht um ganzheitliche Wellness“, wie Thomas Stipsits beim Setbesuch das Etablissement umschreibt. Er spielt wieder den Georgy, Callboy mit Herz am rechten Fleck, der nach seinem zweijährigen Selbstfindungstrip durch Südostasien hart in Wien aufschlägt.

Neustart, naja

Denn er hat keinen Job, keine Wohnung und landet erst einmal auf der Straße. Zu allem Überfluss erfährt er, dass er inzwischen Vater geworden ist. So bleibt dem zur Alimentenzahlung verpflichteten Georgy nichts anderes übrig, als wieder ins Callboy-Business einzusteigen. Erste Anlaufstelle: „Love Bird“, das Puff seiner Schwester Gitti.

„Die Gitti hat sich damit aber übernommen. Es stimmt zwar der Look, aber hinter der Kulisse sieht es furchtbar aus“, sagt Julia Edtmeier, die natürlich auch bei der Fortsetzung von „Love Machine“ die Rolle von Georgys Schwester übernimmt. „Mich hat es sehr gefreut, denn Fortsetzungen von Kinofilmen gibt es in Österreich ja eher selten“, sagt die Schauspielerin.

Dass es bei „Love Machine“ weitergehen wird, wusste Regisseur Andreas Schmied relativ bald. „Am Wochenende nach dem erfolgreichen Kinostart hat mich der Produzent angerufen und gefragt, ob ich einen zweiten Teil drehen möchte. Meine Voraussetzung war, dass uns dazu was Tolles, was Neues einfällt“, sagt Schmied. „Mir war wichtig, die Figuren weiterzuentwickeln.“ Mehr Augenmerk wird auch auf einige Nebenfiguren, die beim ersten Teil beim Publikum gut funktioniert haben, gelegt.

Trotz des Erfolgs an den heimischen Kinokassen (über 141.000 gelöste Eintrittskarten 2019) „wollten wir nichts überstürzen, sondern erst ein bisschen Zeit vergehen lassen. Corona hat uns da durchaus in die Hände gespielt“, sagt Stipsits.

Wichtig seien auch gewisse Freiheiten. „Klar gibt es das Drehbuch, aber am Set gibt es auch immer wieder Situationen, in denen sich plötzlich Pointen auftun. Und die darf man dann nicht liegen lassen“, so Stipsits.

Selten gelingen Fortsetzungen besser als das Original. Wie viel Druck macht man sich? „Natürlich wird es Leute geben, die aus dem Kino kommen und sagen werden: ,Der erste Teil war lustiger’. Das ist ja auch verständlich, denn beim ersten Teil gab es noch Überraschungsmomente. Aber ich finde, ,Love Machine 2’ ist auch ein anderer Film. Wir sind alle älter geworden.“ Auch der Georgy. Der beglückt in der Fortsetzung nicht nur die Frauen als Callboy, sondern bespaßt auf der anderen Seite als Vater Kinder beim Kindergeburtstag. „Das Schöne daran ist: Beides geht sich aus“, sagt Stipsits.

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