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Joe R. Lansdale
02/16/2013

Die Asche der Freundin gehört nach Hollywood

In "Dunkle Gewässer" lebt und sauft und stirbt man 1930.

von Peter Pisa

Sehr zu empfehlen, beste Unterhaltung: Tom Sawyer und der Mississippi sind nicht weit weg. In „Dunkle Gewässer“ lebt und sauft und stirbt man 1930, während der Großen Depression, am schmäleren Sabine River in Texas.

Zwei Mädchen und ein Bub, alle um die 16, wollen die Leiche ihrer Freundin 1.) ausgraben und verbrennen und 2.) die Asche nach Hollywood bringen, denn sie war die Schönste und wäre so gern ein Filmstar geworden; und dann lag sie im Fluss, an einer Nähmaschine befestigt.

Geld für dieReise haben sie, weil der (mittlerweile ebenfalls tote) Bruder Geld von einem Bankraub auf der Seite hatte. Das wollen sich andere Typen unter den Nagel reißen. Eine der Heldinnen ist schwarz und herrlich goschert, was ihr Leben nicht erleichtert – auch wenn ihr Herz selten weiß leuchtet. Ein sehr fein erzähltes großes Abenteuer.

KURIER-Wertung: **** von *****