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Kultur
11/12/2021

Im Theater in der Josefstadt "rotieren alle": Impfdurchbrüche und Absagen

Das Theater in der Josefstadt musste nicht nur die Jelinek-Premiere absagen: Elf Vorstellungen fielen in den letzten Wochen aus

von Thomas Trenkler

Das Theater in der Josefstadt tut sich wegen Erkrankungen im Ensemble zunehmend schwer, den Vorstellungsbetrieb aufrecht zu erhalten: In den letzten Wochen mussten insgesamt elf Vorstellungen abgesagt werden. An fünf Abenden wurde das Publikum mit Lesungen vertröstet (Maria Köstlinger, Michael Dangl und Joseph Lorenz sprangen ein), sechsmal fiel die Absage derart kurzfristig aus, dass kein Ersatzprogramm angeboten werden konnte. Dies erklärt Kommunikationschefin Christiane Huemer-Strobele auf Nachfrage des KURIER.
 
 
Neben "dramatischen Erkrankungen abseits von Corona" gab es im Josefstädter Theater "mehrere Impfdurchbrüche im Ensemble". Diese seien, so Huemer-Strobele, durch permanentes Testen bemerkt worden: Einige der Schauspielerinnen und Schauspieler seien nämlich symptomfrei gewesen, "niemand ist schwer erkrankt".
 
Klar sei aber, dass die positiv getesteten Ensemblemitglieder aus den Produktionen herausgenommen werden. Und die meisten Ensemblemitglieder spielen in zwei bis drei Produktionen: "Das bedeutet entweder mehrere Umbesetzungen oder Vorstellungsänderungen, leider auch sehr kurzfristig." Hinzu käme die Problematik mit den "Gegenstücken": Wenn der Spielplan wegen Corona in der Josefstadt abändert wird, hat mitunter auch jener der Kammerspiele adaptiert zu werden, "obwohl dort niemand krank ist".
 
 

 

Dass die Inszenierung von Elfriede Jelineks Stück "Rechnitz (Der Würgeengel)" am Tag der Premiere (6. November) abgesagt werden musste, bedauert Christiane Huemer-Strobele außerordentlich: "So etwas habe ich in 26 Jahren Josefstadt noch nie erlebt." Wann die Premiere nachgeholt werden kann, sei derzeit nicht abschätzbar. "Jetzt hängt es von den Tests ab: Wann haben die Kollegen keine Virenlast mehr? Dann können wir eine finale Probe ansetzen." Der 20. November wäre eine Möglichkeit - oder erst der 4. Dezember.
 
Die Direktion des Josefstädter Theaters würde nichts unversucht lassen: "Also, Sie dürfen mir glauben, hier rotieren alle, die Wochenenden werden durchgearbeitet, Krisenlösungen gesucht." Man halte sich streng an die Vorgaben, im Zweifelsfall gehe man vernünftigerweise "auf Nummer Sicher". Dass es angesichts der Lage bei so vielen Vorstellungen nur derart wenige ausgefallen sind, sei "eigentlich toll".
 
 
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