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Kultur
04/18/2021

Gert-Jonke-Preis für Lyrik geht an Ann Cotten

Die in den USA geborene und in Österreich sozialisierte Dichterin ist die sechste Trägerin des mit 15.000 Euro dotierten Preises

Der Gert-Jonke-Preis 2021 der Stadt Klagenfurt und des Landes Kärnten - in Kooperation mit der Jonke-Gesellschaft - geht an die gebürtige US-Amerikanerin Ann Cotten, wie der Landespressedienst mitteilte. Preisverleihung und Übergabe erfolgten am Sonntag wegen der Corona-Beschränkungen via Livestream. Der Preis wurde zum sechsten Mal verliehen, bisherige Preisträger waren Ewald Palmetshofer (2019) oder Friederike Roth, Händl Klaus oder Julian Schutting.

Ann Cotten gilt seit dem Erscheinen ihrer 2007 bei Suhrkamp erschienenen „Fremdwörterbuchsonette“ als „kühnste Stimme der jungen deutschsprachigen Lyrik“. Cotten wurde 1982 in Ames, Iowa geboren. Im Alter von fünf Jahren übersiedelte sie mit ihrer Familie aus den USA nach Wien, später studierte sie Germanistik.

Sonette & Poetry Slams

Ihre ersten Schritte in die Öffentlichkeit tat sie auf Poetry Slams, dann mit Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften. 2006 zog die mittlerweile vielfach preisgekrönte Schriftstellerin nach Berlin. Für einen der Juroren, den Direktor des Österreichischen Literaturarchivs Bernhard Fetz, begeistere an der jungen Lyrikerin, dass sie in ihrer künstlerischen Arbeit durchwegs alte Gedichtformen wie das Sonett oder die Elegie wähle, diese aber aufbreche und mit moderner Popkultur verbinde. „Sie ist somit Übersetzerin zwischen den Sprachen, das zeichnet Ann Cotten aus“. Weitere Jurymitglieder waren Doris Moser vom Institut für Germanistik der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und Univ.-Prof. Stefan Neuhaus von der Universität Koblenz.

Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) und der Kulturreferent der Stadt Klagenfurt, Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler (ebenfalls SPÖ), überreichten die Urkunde zu dem mit 15.000 Euro dotierten Preis. „Ich denke, dass dieser Preis zu einem guten Zeitpunkt an Sie verliehen wird. Gerade in einer Phase, wo Kunst und Kultur wenig Bühne haben dürfen, sind Auszeichnungen wie diese eine schöne, offensichtliche Wertschätzung“ betonte Kulturreferent Jürgen Pfeiler. LH Kaiser hob in seiner Gratulation an Cotten deren genreüberschreitende Sprachkunst hervor. Zugleich sei der Preis eine schöne, regelmäßige Erinnerung an seinen berühmten Namensgeber, den aus Klagenfurt stammenden Wortmagier Gert Jonke (1946 - 2009). 

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