Fotos von Kampusch-Film veröffentlicht

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Foto: 2013 Constantin Film Verleih GmbH/Jürgen Olczyk Amelia Pidgeon (10 Jahre während der Dreharbeiten) spielt Natascha Kampusch zur Zeit ihrer Entführung.

Ende Februar kommt das Entführungsdrama "3096 Tage" in die Kinos. Jetzt gibt es die ersten Bilder.

Leidend wollte sie aussehen, „genau so, wie Natascha Kampusch sich gefühlt haben musste“: Antonia Campbell-Hughes hat sich richtiggehend hineingelebt in die Rolle des gequälten Mädchens. Dabei übertrieb sie dann: Die junge Britin nahm so viel ab, dass sich die Produzenten schon Sorgen um ihr Durchhaltevermögen machten.

c_Kampuschi_004.jpg Foto: 2013 Constantin Film Verleih GmbH/Jürgen Olczyk Glaubwürdiges Opfer: Die Britin Antonia Campbell-Hughes spielt Natascha, der Däne Thure Lindhardt ihren Peiniger Wolfgang Priklopil Doch nun ist „3096 Tage“, der von Natascha Kampusch höchstselbst approbierte Film über ihre Zeit in den Fängen von Wolfgang Priklopil, im Kasten. Ein im großen Stil aufgezogenes, nicht reißerisches, aber doch eindringliches Biopic über die Wienerin, die mit zehn Jahren auf dem Heimweg von der Schule verschleppt wurde. Priklopil (im Film dargestellt vom Dänen Thure Lindhardt) sperrte das Mädchen in einem zwei mal drei Meter großen Verlies im Keller ein. Achteinhalb Jahre – 3096 Tage lang – blieb sie seine Gefangene. Bis Natascha 2006 endlich die Flucht gelang. Ihr Peiniger warf sich daraufhin vor einen Zug.

Regie führt die Deutsche Sherry Hormann, bekannt geworden durch die Verfilmung von Waris Diries Leidensbuch „Wüstenblume“. Die Kamera führt Michael Ballhaus, der schon mit allen Großen Hollywoods – von Scorsese bis Coppola – gedreht hat. Seit 2011 ist Ballhaus mit Hormann verheiratet, fünf Jahre zuvor war seine erste Frau Helga gestorben.

Die beiden jungen Kampusch-Darstellerinnen sind in diesen ersten Szenefotos zu sehen:

Der "Fall Kampusch" war einer der spektakulärsten Kriminalfälle Österreichs im vergangenen Jahrzehnt. Natascha Kampusch war ein ganz normales Mädchen. Bis zu dem Tag, an dem sich ihr Leben und das ihrer Eltern schlagartig ändern sollte. Sie war zehn Jahre alt, als sie auf dem Schulweg von dem arbeitslosen Nachrichtentechniker Wolfgang Priklopil in einen weißen Lieferwagen gezerrt wurde. Ebenso alt war Amelia Pidgeon während der Dreharbeiten zu "3096". Der Entführer will kein Lösegeld, er will das Mädchen besitzen. Unter seinem Haus in einer bürgerlichen Wohnsiedlung hat Priklopil ein geheimes Verlies ausgehoben, um sie dort einzusperren. Antonia Campbell-Hughes spielt Natascha Kampusch während ihrer Zeit im Verlies. Der Däne Thure Lindhardt spielt den Entführer. Für die nächsten achteinhalb Jahre werden die 2 mal 3 Meter zu Nataschas karger Gefängniszelle. Märchenbücher, Lieblingskekse und Gute-Nacht-Küsse weichen Gewalt, Demütigungen und ständigem Nahrungsentzug. Antonia Campbell-Hughes ist für die Dreharbeiten sichtlich abgemagert. Natascha Kampusch (Antonia Campbell-Hughes) auf einem Skiausflug mit ihrem Peiniger ein halbes Jahr vor ihrer Flucht im Frühjahr 2006. Die Regisseurin Sherry Hormann und Kameramann Michael Ballhaus bei den Dreharbeiten. Die echte Natascha Kampusch - nach ihrer Flucht im Jahr 2006 begann ihr Leben von Neuem. "3096" kommt am 28. Februar in die Kinos.

Eichingers Vermächtnis

Dass das Team für „3096 Tage“ erstklassig ist, das ist wohl ganz im Sinne von Bernd Eichinger, der das Projekt noch auf die Beine stellte, ehe er im Jänner 2011 ganz plötzlich verstarb. Eichinger hatte Natascha Kampusch mehrfach zu sich nach Hause eingeladen und sich mit ihr über ihre Sicht der Dinge und ihre Vorstellungen von einem Film ausgetauscht. Danach begann er das Drehbuch zu schreiben. Als er starb, hing das Projekt in der Luft. Als nach einigem Gezerre beschlossen wurde, es doch in die Tat umzusetzen, vollendete Eichingers Autorenkollegin Ruth Toma das Script.
„Behutsam“ ist das Wort, das denen, die den Film schon gesehen haben, als Erstes zum Film einfällt. Man darf gespannt sein.

(KURIER) Erstellt am
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