Filmkritik zu "3 Tage in Quiberon": Statt Entgiften, freche Fragen beantworten

Marie Bäumer gibt als Romy Schneider ein berühmtes "stern"-Interview in dem Stimmungsporträt "3 Tage in Quiberon".
Marie Bäumer als Romy Schneider in „3 Tage in Quiberon“.

Kein Wunder, dass Marie Bäumer sich so lange weigerte, je die Romy Schneider zu spielen – die Ähnlichkeit ist einfach zu verblüffend: Bäumer wirkt fast wie deren Wiedergängerin.

In „3 Tage in Quiberon“ erzählt Regisseurin Emily Artef detailgenau, wie stern-Journalist Michael Jürgs die labile Schauspielerin in einem Kurort besucht und dort ein flapsiges Interview mit ihr führt. Fotograf Robert Lebeck schoß dabei seine berühmten Schwarz-Weiß-Fotos. Das Schwarz-Weiß behält Artef auch in ihrem von Österreich mitproduzierten Stimmungsporträt bei: Romy bekommt Besuch von ihrer Freundin Hilde (Birgit Minichmayr) und will ausspannen und entgiften. Stattdessen geht sie mit den stern-Journalisten trinken und beantwortet freche Fragen. Charismatisches, formschönes Zeitgemälde und gefühlvolles Schauspielerkino.

INFO: D/Ö/F 2018. 115 Min. Von Emily Artef. Mit Marie Bäumer, Birgit Minichmayr.

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