Kultur
08.05.2018

ESC 2018: Cesár Sampson singt für Österreich im Finale

Cesár Sampson hat es geschafft: Seine einwandfreie Performance im ersten Halbfinale sicherte dem Linzer den Einzug ins Finale.

Mit der Unglücksnummer 13 ging er ins Rennen, am Ende war er dann doch unter den glücklichen Siegern: Cesár Sampson lieferte im ersten Semifinale auf seinem dreieinhalb Meter hohen Bühnenpodest ab. Damit steht er mit der Popnummer "Nobody But You" im Finale des europäischen Musikwettbewerbs in Lissabon.

Israel und Zypern wurden Favoritenrolle gerecht

Neben Sampson lösten auch neun weitere Teilnehmer ein Finalticket, darunter die Favoriten Israel, Zypern und Tschechien.

Für Finnland ging Saara an den Start: Die schrille Party-Nummer gefiel. Auch sie wird man im Finale wiedersehen.

Bulgarien präsentierte sich mit einem düsteren Song. Die Band Equinox ("Bones") wurde dennoch von Publikum und Jury in die Endrunde gewählt. Dort könnte eine gute Platzierung winken: Bei den Buchmachern steht Bulgarien hoch im Kurs.  

Feurig und lasziv zeigte sich Eleni Foureira für Zypern mit "Fuego" auf der ESC-Bühne. Trotz mangelndem musikalischem Wiederkennungswert wird man der gebürtigen Griechin am Samstag erneut lauschen können.

Groove statt Glamour: Mikolas Josef aus Tschechien ("Lie to Me") zählt zum Favoritenkreis des diesjährigen Song Contest. Dass er den Vorentscheid erfolgreich absolvierte überrascht daher nicht.

1972 debütierte Israel beim ESC – und gewann seither bereits drei Mal. Heuer mischt Netta mit "Toy" die Veranstaltung auf. Geht’s nach den Wettquoten, gewinnt sie den Song Contest sogar. Das Semifinale war für die selbstbewusste Musikerin, deren Song von der #MeToo-Debatte inspiriert wurde, daher mehr Pflichtprogramm als Feuerprobe.

Albanien setzt in diesem ESC-Jahr auf eine romantische Rockballade. In dem Song "Mall" singt Eugent Bushpepa über die Sehnsucht nach einem geliebten Menschen. Das wird er auch im Finale am Samstag tun.

Für Romantik und ein Lichtermeer sorgte Ieva Zasimauskaitė aus Litauen mit "When We're Old" – streckenweise mehr gehaucht als gesungen. Aber auch sie darf den Traum vom ESC-Sieg weiter träumen.

Bis die Gläser springen: Elina Nechayeva brachte für Estland mit "La Forza" Opernklänge auf Bühne und Bildschirm. Auch mit ihr gibt es in vier Tagen ein Wiedersehen.

In Irland herrschte beim ESC zuletzt mehr Tristesse als Freude. Ryan O'Shaughnessy will alles besser machen: Mit "Together" steht er jetzt zumindest im Finale.

Finale am Samstag

Damit ist das Starterfeld aus dem ersten Halbfinale komplett. Am Donnerstag dürfen sich eingefleischte ESC-Fans für das zweite Semifinale noch einmal vor den Bildschirmen versammeln. Am Samstag steigt dann das Finale des diesjährigen Eurovision Song Contest.

Wir tickern das Musikevent am Samstag, den 12. Mai, live für Sie ab 20:30 Uhr auf kurier.at.

Diashow: Die Kandidaten des ersten Semifinale

1. ESC-Halbfinale: Die Kandidaten

1/19

Weißrussland:

Alekseev mit "Forever"

Aserbaidschan:

Aisel mit "X My Heart"

Island:

Ari Olafsson mit "Our Choice"

Österreich:

Cesár Sampson mit "Nobody But You"

Zypern:

Eleni Foureira mit "Fuego"

Estland:

Elina Nechayeva mit "La Forza"

Bulgarien:

Equinox mit "Bones"

Kroatien:

Franka mit "Crazy"

Litauen:

Ieva Zasimauskaite mit "When We're Old"

Tschechien:

Mikolas Josef mit "Lie To Me"

Israel:

Netta mit "Toy"

Irland:

Ryan O'Shaughnessy mit "Together"

Finnland:

Saara Aalto mit "Monsters"

Belgien:

Sennek mit "A Matter Of Time"

Armenien:

Sevak Khanagyan mit "Qami"

Albanien: Eugent Bushpepa mit "Mall"

Griechenland:

Yianna Terzi mit "Oniro Mou"

Schweiz:

ZiBBZ mit "Stones"

Mazedonien:

Eye Cue mit "Lost And Found"

Über Cesar Sampson

Cesár Sampson wurde 1983 in Linz geboren. Das künstlerische Talent wurde ihm in die Wiege gelegt: Seine Mutter ist Pianistin und war lange als Choreografin und Gesangslehrerin tätig. Sein Vater arbeitet ebenfalls als Choreograf und Pilates-Lehrer. Was viele nicht wissen: Der 34-Jährige hat bereits Song-Contest-Erfahrung. So ist der Sänger, der jahrelang als Sozialarbeiter tätig war und außerdem in die Pilates-Fußstapfen seines Vaters getreten ist, am Produzentenkollektiv Symphonix International beteiligt. Dieses zeichnete unter anderem für den Vorjahresbeitrag "Beautiful Mess" von Bulgariens Kandidat Kristian Kostov verantwortlich, der letztlich auf Platz 2 beim Tournament in Kiew landete. Auch abseits des ESC ist Sampson in der österreichischen Musikszene kein Newcomer mehr, wenn auch oftmals hinter den Kulissen tätig. Er war etwa einer der Autoren für die Texte des Louie-Austen-Albums "What a comeback".

Wie Nathan Trent wurde Cesár Sampson vom ORF in einem internen Auswahlverfahren für den Musikbewerb in Lissabon nominiert. Bisher scheint sich die Wahl bezahlt gemacht zu haben. Die nächste Hürde kommt am Samstag. Da muss sich Cesár Sampson im Finale des ESC mit 25 weiteren Teilnehmern messen.