Kultur
27.08.2018

Dominic Heinzl ist wieder da: "Ich bin ein gutmütiger Mensch"

Sein Society-Magazin "Heinzl und die VIPs" läuft ab 9. September wöchentlich bei ATV.

Noch tourt Dominic Heinzl auf einer Harley Davidson sitzend durch den sonntäglichen Vorabend auf ATV. In einer vierteiligen Miniserie bereist er die Route 66 in den USA, quasi als Aufwärmrunde auf dem Sendeplatz um 19.45 Uhr. Ab 9. September tritt Heinzl dort dann wieder in seiner gewohnten Rolle in Erscheinung: als Korrespondent für die glitzernde Welt der High Society.

Heinzl und die VIPs“ nennt sich das halbstündige Format und das werde sich natürlich vom Vorgänger-Magazin „Chili“ unterscheiden, das der Reporter bis 2012 beim  ORF moderiert hat: „Es werden neue Elemente dabei sein, trotzdem hat es klar meine Handschrift. Ich berichte immer direkt von den Locations, bin die ganze Woche auf Events unterwegs“, sagt Heinzl im Gespräch mit dem KURIER über seine Pläne für das neue TV-Projekt. „Ich habe in letzter Zeit mit vielen Menschen, von VIPs über Manager bis Journalisten, darüber Gespräche geführt, wie sie sich eine moderne Society-Sendung vorstellen.“

Konkretes möchte der gebürtige Hollabrunner aber noch nicht verraten: „Die Seher sollen die Sendung einfach auf sich zukommen lassen“, meint er. Nur so viel: „Eine Vorschau aufs neue Programm des Zirkus Roncalli ist fix dabei.“

Über sich selbst will Heinzl übrigens auch nur bedingt Auskunft geben. Denn der 54-Jährige, der vor der Kamera stets gerne provoziert, reagiert selbst schon mal verschnupft auf Fragen, die ihm nicht gefallen. Lieber interviewt er selbst. „Mir macht das seit 30 Jahren Freude, weil ich jeden Tag was Neues dazulerne und neue Menschen treffe. Ich rede gerne mit Leuten wie Niki Lauda oder Didi Mateschitz. Noch lieber hätte ich, wenn sich Letzterer auch mal vor der Kamera von mir interviewen lassen würde. Der scheut sich immer davor“, erzählt Heinzl. „Es ist wichtig, dass man Kontakt mit der Szene hat. Und die Jungen, die jetzt nachgewachsen sind, mit denen werde ich mich vertraut machen.“

Seit 2012 war Heinzl nämlich in der sogenannten „Schnupperpension“: Nach einem Schlagabtausch mit Rapper Sido hinter den Kulissen der ORF-Show „Die große Chance“ hatte seine Karriere beim Öffentlich-Rechtlichen ein plötzliches Ende genommen. Und bei ATV, wo Heinzl davor mehr als zehn Jahre Moderator von „Hi Society“ war, wurde er zunächst nicht wieder mit offenen Armen erwartet. Das änderte sich vergangenes Jahr mit dem Eigentümerwechsel: Seitdem berichtete Heinzl in unregelmäßigen Abständen von großen Events wie der Beachvolleyball-WM und dem Opernball.

Dass er bei seinem neuen alten Arbeitgeber ATV eine Testphase durchlaufen musste, bevor er wieder ein fixes Format bekam, kann Heinzl nachvollziehen: „Ich war nicht gekränkt. Bei ATV hat die Führung gewechselt, somit muss man sich halt vorstellen und neu beweisen. Auch Schauspieler, da können sie noch so gut sein, müssen, wenn es neue Rollen gibt, zu Castings gehen.“

Über etwaige Altlasten zu stolpern fürchtet der Society-Fachmann nicht: „Auch, wenn ich mein Gewissen noch so erforsche – ich hab’ nie jemandem etwas angetan, so dass er nun mein Feind wäre. Ich bin ein gutmütiger Mensch.“