2005 dirigierte Curtis "Ercole sul Termodonte" in Spoleto

© EPA/Giulio Marcocchi

1934 - 2015
07/16/2015

Dirigent und Cembalist Alan Curtis gestorben

Der Gründer des Barockorchesters Il Complesso Barocco war ein früher Verfechter der Originalklangbewegung.

Der Barockexperte Alan Curtis ist tot. Der gebürtige US-Amerikaner, der als Dirigent immer wieder auch in Österreich tätig war, verstarb am gestrigen Mittwoch (15. Juli) in Florenz im Alter von 80 Jahren. Der Gründer des Barockorchesters Il Complesso Barocco galt als ein früher Verfechter der Originalklangbewegung und war auch als Cembalist und Musikwissenschafter erfolgreich.

Geboren wurde Curtis am 17. November 1934 in Michigan. Studiert hatte er allerdings in Amsterdam, bevor er in den USA an der University of Illinois über die Orgelmusik von Jan Pieterszoon Sweelinck promovierte. Bereits in den 1960ern und 1970ern veröffentlichte er als Cembalist Aufnahmen mit barocken Preziosen von Jean Philippe Rameau bis Johann Sebstian Bach. 1977 gründete er schließlich den Complesso Barocco, mit dem er zahlreiche Erstaufnahmen von zu Unrecht vergessenen Werken vorlegte.

Auftritte in Österreich

Mit seinem Orchester war er auch Stammgast bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, dem "Resonanzen"-Festival und im Theater an der Wien. 2013 trat er in der Wiener Kammeroper mit Leonardo Vincis "Semiramide" in Erscheinung. Ö1 erinnert an den großen Meister des Originalklangs am 21. Juli mit der Sendung "Alte Musik - neu interpretiert" um 19.30 Uhr.

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