Spielen auf den Punkt genau: Claudia Kottal, Iréna Flury

© PETRA LANZENHOFER

Theater der Jugend
03/29/2014

Der beste Typ ist die Nonne namens Shakira

Kritik."Don Gil von den grünen Hosen".

von Barbara Mader

Eine klassische Verwechslungskomödie hat Thomas Birkmeir mit Tirso de Molinas "Don Gil von den grünen Hosen" in Szene gesetzt. In Anbetracht der Tatsache, dass de Molina Mönch war und zu Beginn des 17. Jahrhunderts schrieb, ein erstaunliches Stück. Die Frauen kommen besser weg als die Männer. Der einzig gute Typ ist just der, der sich als Frau verkleidet – als Nonne Shakira (Lukas Sartori). (De Molina wurde bald aus Madrid verbannt, wegen dieser und anderer profaner Komödien.)

Auch in Birkmeirs Fassung haben die Frauen die Hosen an, in jeder Hinsicht. Die Männer sind allesamt erbärmlich: Lassen die schwangere Verlobte sitzen, betätigen sich als Heiratsschwindler oder sind per se jämmerliche Waschlappen. Das ist auch der Grund, warum sich die stolze Inés (toll: Claudia Kottal) gar nicht für sie interessiert. Erst das bartlose Bürschchen namens "Don Gil" (Iréna Flury) weiß ihr Interesse zu wecken. Tatsächlich steckt in dessen grünen Hosen aber eine Frau, die einen verwegenen Racheplan durchziehen will. Man hofft, die beiden würden auch nach Klärung dieses Missverständnisses zueinander finden. Doch dafür ist das hier doch zu konventionell. Schade, denn ansonsten ist diese fetzige Tür-auf-Tür-zu-Komödie sehr vergnüglich.

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