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Literatur
11/27/2021

Heirate nie einen Seppl, der Hasen den Schwanz anzündet

Clementine Skorpil erzählt von Neulengbach bis Japan: "Wo das Licht herkommt"

von Peter Pisa

Es beginnt in Neulengbach in Niederösterreich mit Philippine und zieht in die Ferne nach China zu Fei Lipu. Philippine ist Fei Lipu bzw. wird es. Sie war noch ein Kind, als sie den Geisberger Seppl heiraten sollte, der den Hasen so gern ihren Stummelschwanz anzündete. Da flüchtete Philippine in die Welt: verkleidet als Mann, sonst hätte sie nicht Medizin studieren dürfen.

Das Ziel

Eine Frau flieht vor der Bestimmung, die ihr mit ihrem Geschlecht eingeimpft wurde. Die gebürtige Grazerin Clementine Skorpil -Foto oben - hat das Aufbegehren zur Zeit Mozarts angesiedelt. Durch Sprünge durch Zeit und Raum, die der Roman ständig macht, wird er nicht interessanter, sondern anstrengend. Erst als Philippine in China ist und dem Kaiser eine Flugmaschine bauen will, kehrt Ruhe ein und es fließt wie in früheren China-Büchern Skorpils.

(„Ich bin kein Mann!“

„Ich hab mir immer gedacht, dass du einen Vogel hast. Aber ein Weib!“)


Clementine Skorpil: „Wo das
Licht herkommt“
Leykam Verlag.
288 Seiten.
22 Euro

KURIER-Wertung: *** und ein halber Stern

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