© Sven Wiederholt

Literatur
11/07/2020

Buchkritik: Tom Barbash und "Mein Vater, John Lennon und das beste Jahr unseres Lebens"

Im Dakota, wo Lennon Anekdoten über Elvis Presley erzählt hat und Hummer aß

von Peter Pisa

John Lennon im langen Titel, das passt schon, denn er erzählt von Elvis Presley und isst dabei Hummer. Aber die Hauptrolle hat das Dakota – jenes Luxuswohnhaus in New York, ein quadratischer Donut mit Innenhof als Loch in der Mitte. Ein Hort der US-Kultur, denn hier wohnten Bernstein, Nurejew, Judy Garland, Sting und Lennon (vor dem Haustor wurde er 1980 erschossen).

Papas Show

Daneben verblassen die erfundenen Figuren wie Buddy Winter, der eine Late-Night-Show hatte, aber dann – du bist so lange ein Genie, bis du dich als Wahnsinniger entpuppst – fiel er ungut auf. Jetzt versucht er ein Comeback. Sohn Anton soll helfen, denn er ist mit Lennon befreundet: Die Beatles sollen als Gäste in Papas neue Show kommen. Anton bemüht sich und vergisst dabei auf sich selbst.

Dass die Promi-Anekdoten, die der New Yorker Tom Barbash (Foto oben) in seinen Roman verpackt, interessanter sind als das familiäre Dilemma, liegt auch daran, dass Vater und Sohn weder unsympathisch noch sympathisch sind.

Tom Barbash:
„Mein Vater, John Lennon und das beste Jahr unseres Lebens“
Übersetzt von
Michael Schickenberg.
Kiepenheuer & Witsch.
352 Seiten.
22,70 Euro

KURIER-Wertung: *** und ein halber Stern

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