© KunstHaus Wien/Stefan Olah

Kultur
12/17/2021

Bettina Leidl wird Geschäftsführerin des Museumsquartiers in Wien

Die Direktorin des KunstHauses Wien folgt auf Christian Strasser, der mit Jahreswechsel das Kulturareal verlässt.

von Thomas Trenkler

Christian Strasser, Geschäftsführer des Museumsquartiers, hatte sich um eine Verlängerung seines Vertrags bis 2026 bemüht. Und tatsächlich: Im Mai wurde er im Amt bestätigt. Doch schon zwei Monate später gab er bekannt, mit 1. Jänner 2022 auf den einstigen SPÖ-Kulturminister Josef Ostermayer als Generaldirektor der Sozialbau AG zu folgen. Der MQ-Posten musste daher erneut ausgeschrieben werden.

 

 

Wie der KURIER vorab in Erfahrung brachte, wird Bettina Leidl nachfolgen. Sie leitet seit 2014 das KunstHaus Wien, eine Gründung von Friedensreich Hundertwasser und eine Tochtergesellschaft der Wien Holding. Das Kulturstaatssekretariat unter der Leitung von Andrea Mayer (Grüne) bestätigte die Meldung am Freitagvormittag. 

Bettina Leidl, Jahrgang 1962, kennt das Museumsquartier sehr gut: Sie war von 1997 bis 2011 Geschäftsführerin der Kunsthalle Wien, die seit der Eröffnung 2001 eine der großen Institutionen des Kulturareals ist. Zudem führte sie zwischen 2007 und 2011 die Geschäfte von Kunst im öffentlichen Raum (KÖR). Danach leitete sie die Wiener Kreativagentur „departure“. Unter ihrer Direktion wurde das KunstHaus Wien als erstes Museum in Österreich mit dem Umweltzeichen ausgezeichnet. Seit 2019 ist Bettina Leidl die Präsidentin von ICOM Österreich, der größten heimischen Organisation der Museen und Museumsfachleute.

Im Museumsquartier dürfte die Ernennung von Bettina Leidl begrüßt werden. Zuletzt war Kritik an Christian Strasser laut geworden. Im Gespräch mit dem KURIER sagte Hans-Peter Wipplinger, der Direktor des Leopold Museums: "Architekturzentrum, Mumok, Dschungel, Kunsthalle Wien und so weiter: Wir alle sind Mieter – und wir erwarten uns daher, dass die Häuser in Schuss gehalten werden, dass die Lifte funktionieren, die Dächer dicht sind und so weiter. Das Areal ist immerhin 20 Jahre alt – und es gibt überall Mängel. Das muss behoben werden.“

Wipplinger sieht die Aufgabe der Betriebsgesellschaft darin, die Häuser zu unterstützen – und nicht gegen sie zu arbeiten mit einem zusätzlichen Event-Programm: „Ich finde nicht, dass da oder dort noch ein kulturelles Pflänzchen gesetzt werden oder noch ein Durchgang mit Sound beschallt werden muss.“

 

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