95. Oscarverleihung: Die Rückkehr des großen Kinos

Der Oscar-Jubel der Schauspiel-Elite: Ke Huy Quan (Bester Nebendarsteller), Michelle Yeoh (Beste Hauptdarstellerin), Brendan Fraser (Bester Hauptdarsteller) und Jamie Lee Curtis (Beste Nebendarstellerin), v. li. n. re.
Die Sci-Fi-Komödie „Everything Everywhere All at Once“ und seine (asiatischen) Darsteller waren die großen Abräumer; ein Comeback-Abend der großen Gefühle, der Gala-Show und des Kinos

Hollywood liebt seine Comeback-Geschichten. Und so stand auch die 95. Oscarpreisverleihung ganz im Zeichen der Comebacks – von Schauspielern und Schauspielerinnen, von Gastgeber Jimmy Kimmel, von der (schrägen) Komödie als preiswürdiger Unterhaltungsform, von der Oscar-Gala, wie wir sie kennen. Und vom Kino selbst: „Danke an alle, die unseren Film im Kino gehört und gesehen haben“, sagte der Sound-Mann Al Nelson gerührt, als er für „Top Gun: Maverick“ den (einzigen) Oscar für besten Ton im Empfang nahm.

Die Show fand – im Gegensatz zum Vorjahr – zu ihrer traditionellen Zeremonie zurück. Alle Oscar-Preise, und nicht nur die „wichtigsten“, wurden wieder live vergeben. Hatten die Pandemie und der Faustschlag von Will Smith zuletzt für Anspannungen bei den Verleihungen gesorgt, herrschte diesmal wieder friedfertige Feelgood-Stimmung. Die Dankesreden der Gewinner und Gewinnerinnen zeichneten sich durchwegs durch große Gefühle, Tränen und Danksagungen an (verstorbene) Väter und Mütter aus.

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