Nicht wieder der Wels
Die Artenvielfalt jener Tiere, die im Sommer für mediale Aufmerksamkeit sorgen, scheint im Abnehmen begriffen. Und der grundelnde Großfisch, der im Vorjahr Aufregung verursachte (ein Polizist schoss da in Bayern auf einen Wels, erinnern Sie sich?), ist wieder da: Im Gardasee soll es zu viele von ihm geben. Und in den Angler-Accounts, die nach einer Woche am See meinen Social-Media-Konsum dominieren, zieht jetzt ständig wer einen Wels aus dem Wasser.
Möglich auch, dass nach Hitze, Dürre und Waldbränden der Bedarf nach medial geschürter Angstlust überschaubar geworden ist. Und der Wels, der einen beim Baden beißt (unwahrscheinlich!) ist offenbar das geringere Problem. Wie die heutige Universum-Doku (20.15, ORF 2) zeigt, gibt es in unseren Seen viele invasive Arten, die das Ökosystem durcheinanderbringen. Quagga-Dreikantmuscheln und Signalkrebse sind nur weniger gruselig als Riesenwelse.
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