© KURIER/Novy

Kolumnen Wir schauen Fern
06/08/2020

Kritik aus der Bubble

Die Politik ignoriert Twitter aus gutem Grund. Fernsehsender tun das aus gutem Grund nicht.

von Philipp Wilhelmer

Bei Politikern von rechts bis links hat sich die Überzeugung durchgesetzt, dass Twitter der Inbegriff der Elitenblase ist. Was dort besprochen wird, ist demnach akademisch, linksliberal und von daher „bei den Leuten da draußen“ irrelevant. Die Haltung kann man nur weiterempfehlen, weil die Freude am eigenen Werk vergeht einem durch die Linse tausender Poster, die „das jetzt auch total schrecklich finden“, doch recht schnell.

Medien ducken sich in puncto Social Media nicht so leicht weg: Hier achtet man darauf, die berühmten Meinungsführer nicht zu vergrätzen, denn das eigene Image ist das wichtigste, was etwa ein Fernsehsender zu verteidigen hat. Bevor also ein paar grantige, aber einflussreiche Blasenbewohner zu sehr am Lack kratzen, kratzt man lieber die Kurve und sagt „Sorry“. Außerdem sind wir selber alle auf Twitter. Und halten das für bedeutender, als es ist.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.