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Aus traurigem Anlass: Noch einmal „Jack“

Johannes Krisch war einer der großen Charakterdarsteller in diesem Land. Das sieht man auch in „Jack“.
Johannes Krisch

Aus besonders traurigem Anlass – dem Tod von Johannes Krisch – zeigte der ORF am Montagabend den True-Crime-Film „Jack“ (weiterhin auf ORF On zu sehen). Krisch spielte in Elisabeth Scharangs filmischem Psychogramm den Frauenmörder Jack Unterweger, der als scheinbar resozialisierter „Häf’npoet“ hierzulande herumgereicht wurde.

2015 war das, und als ich Krisch zu seiner Darstellung interviewen durfte, sprach ich ihn darauf an, dass er Unterweger „blass und mit eingefallen Wangen“ spiele. „Keine Sorge, mir geht es gut“, antwortete er und fügte in seiner unnachahmlich wienerischen Art hinzu: „Der Unterweger war halt ein Schmalpickter, wie man so schön sagt bei uns, und den kann man natürlich nicht ausg’fressen spielen.“

Johannes Krisch war einer der großen Charakterdarsteller in diesem Land, der seine Rollen dementsprechend ernst nahm. Auf „Jack“ bereitete er sich fünf Jahre  lang vor. Man sieht und spürt es.

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