Schauspieler Johannes Krisch mit 59 Jahren gestorben
Er war einer der großen österreichischen Charakterdarsteller. Er spielte den „Bockerer“ genauso kraftvoll und individuell, wie er sich Bernhard, Shakespeare und Nestroy einverleiben konnte. Zuletzt war er im Film „The Stories“ über einen jungen Ägypter, der Konzertpianist werden will, zu sehen. Nun ist Johannes Krisch Montagfrüh in einem Wiener Spital mit 59 Jahren gestorben.
Krisch kam über Umwege zum Theater: 1966 in Wien geboren, ließ er sich zunächst zum Tischler ausbilden. Nach seinem Schauspielabschluss 1989 wurde er am Wiener Burgtheater engagiert, das ihn als fixes Ensemblemitglied aufnahm. Krisch war zudem langjähriges Ensemblemitglied im Theater in der Josefstadt.
In Götz Spielmanns oscarnominiertem „Revanche“ brillierte Krisch ebenso wie in Adrian Goigingers Epos „Märzengrund“ oder in Elisabeth Scharangs Literaturadaption „Wald“. Aber auch im Fernsehen war Krisch erfolgreich und etwa in David Schalkos Erfolgsserie „Braunschlag“ oder dem „Tatort“ zu sehen.
Zugleich hatte der Wiener schon länger unter schweren gesundheitlichen Problemen zu leiden, die auch seine kurzzeitige Intendanz bei den Raimundspielen Gutenstein überschattete.
Immer wieder war Krisch auch in internationalen Filmproduktionen vertreten, etwa in „Der phönizische Meisterstreich“ von Wes Anderson, der Serie „Vienna Blood“ oder „A Cure for Wellness“ von Gore Verbinski.
Kommentare