Dranbleiben

Was man bei der neuen Serie über Franz Kafka richtig gemacht hat - und was nicht.
Peter Temel

Peter Temel

Das Werk von Franz Kafka ist an sich schon ein faszinierender Kosmos. Doch in der sechsteiligen Mini-Serie „Kafka“, die am Sonntag und am Montag im ORF läuft, schaffen es Regisseur David Schalko und Co-Autor Daniel Kehlmann, dem relativ unspektakulären Leben des Altösterreichers einen eigentümlichen Sog zu verleihen. Der geschickte Schachzug: Man zog die Kafka-Biografie von Reiner Stach heran, in der die vielschichtigen Verbindungen zwischen Kunst und Leben bei Kafka bereits hergestellt waren. Es bedurfte freilich noch einer entsprechenden Bearbeitung, die sich Kafkas Werk verpflichtet fühlt – und großartiger Darsteller, die jene versunkene Welt glaubwürdig vertreten können.

Schwer zu verstehen ist lediglich, warum man diesen großen Wurf stark geblockt an nur zwei TV-Abenden abspielt. Gerade Quotenerfolge wie „School of Champions“ zeigen, dass das Publikum durchaus gern länger dran bleibt.

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