Kolumnen Wir schauen Fern
06/29/2021

Die Polzerung

Man kann Oliver Polzers Aufregung gut finden. Man muss aber nicht.

von Guido Tartarotti

Schaut man sich ein Fußballspiel mit Oliver Polzer an, dann tritt das Spiel in den Hintergrund, weil Polzer in den Vordergrund tritt. Polzer schreit, Polzer heult, Polzer plärrt, Polzer jodelt. Polzer polzert, als hätte er Hornissen in der Unterhose.

Wird Polzer eines „A“ ansichtig, das nicht rechtzeitig die Flucht ergreifen kann, dann sattelt er es und reitet darauf mutig in den Sonnenuntergang: „Aaaaaalso! Aaaaaber! Aaaaaaachtung!“ Namen verwendet er gerne als Mantra, das er in die Welt hinausruft: „Benzema! Benzema! BENZEMA!“ Außerdem sagt er Dinge gerne anders, als man sie gemeinhin sagt. Er sagt nicht „Wird einen Elfmeter schießen“, sondern „Wird sich den Ball auf den Elfmeterpunkt legen“. Beim letzten Schweizer Tor schreit er so laut, dass seine Stimme bricht und er klingt wie Bonnie Tyler bei „It’s A Heartache“.

All das kann man mögen. Muss man aber nicht.

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