Kolumnen Wir schauen Fern
04/27/2021

Auge auf!

Eine uralte Serie liefert verlässlich Rituale und wird zum Gewinner der Covid-Ära.

von Guido Tartarotti

In Coronazeiten geht das: Eine Fernsehserie, deren letzte Folge vor beinahe 20 Jahren gedreht wurde, hat ein weltweites Comeback. „Columbo“ (bei uns zu sehen auf Puls4 und SAT1.Gold) ist der große Krisengewinner, behauptet jedenfalls das amerikanische Magazin GQ.

Die Gründe dafür sind logisch: Anders als etwa bei „Game Of Thrones“ oder „The Walking Dead“ werden keine Körperteile abgetrennt und man braucht auch keine Sekundärliteratur, um halbwegs zu verstehen, was der Handlung gerade so einfällt. „Columbo“ ist politisch korrekt – hier morden (fast) immer alte, weiße Männer, also die Hauptfeindbilder von Twitterhausen. Vor allem aber bietet „Columbo“ Rituale – Mantel, Hund, Auto, Ei, Zigarre usw. Und Rituale sind jene Handläufe, an denen wir uns durchs Sumpfgebiet einer weltweiten Krise arbeiten können.

Da wäre nur noch eine Frage: Was hätte Peter Falk zu all dem gesagt?

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