Kolumnen
08/30/2021

Impfen auf Rädern

Wien impft anders. Der Impfbus ist die neue rollende Impfstraße. Sogar das Riesenrad sollte sich ums Impfen drehen. Daraus wird aber nichts.

von Birgit Braunrath

Wien könnte schon demnächst „Impfsbruck“ heißen. Denn in der ganzen Stadt wird „niederschwellig“ geimpft, damit niemand sagen kann, er habe keine Impfgelegenheit gehabt. Impfstraßen sind retro. Mittlerweile muss man sich fast in Selbstquarantäne begeben, um nicht irgendwo auf ein Offroad-Impfteam in freier Wildbahn zu treffen.

Wenn die Menschen nicht zur Impfung kommen, fährt eben die Impfung per Impfbus den Menschen hinterher. Oder sie lauert ihnen auf, dort, wo man sie nicht vermuten würde – im Stephansdom, auf der Donauinsel, im Stadionbad, in der Lugner City ... Und dieser Tage wurde auch noch das „Impfen an der Supermarktkassa“ vorgestellt. Als dabei eine ORF-Reporterin den Gesundheitsstadtrat fragte: „Was kommt als Nächstes? Das Riesenrad, der Donauturm?“, da konterte dieser nicht: „Heans, des is hoch, ned niederschwellig“, sondern sagte allen Ernstes: „Das Riesenrad haben wir geprüft. Das hatten wir vor, es ist aber logistisch zu kompliziert.“

Doch da geht sicher noch was: Impfautodrom, Impfgeisterbahn, Impfliliputbahn... Und eines Tages wird Wien dann geimpft sein. Das Leben eines Gesundheitspolitikers muss dieser Tage die reinste Impfhochschaubahn sein.

ein ActiveCampaign Newsletter Widget Platzhalter.

Wir würden hier gerne ein ActiveCampaign Newsletter Widget zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte ActiveCampaign, LLC zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.

Kommentare

Impfen auf Rädern und Riesenrädern | kurier.atMotor.atKurier.atFreizeit.atFilm.atImmmopartnersuchepartnersucheSpieleCreated by Icons Producer from the Noun Project profilkat