Manchmal wird aus der Startnummer ein Superhelden-Emblem
Keine Laufveranstaltung ohne Startnummern (Symbolbild)
Es sind diese kleinen Eigenheiten, die Läuferinnen und Läufer zuweilen speziell machen. Jede und jeder von uns hat eine eigene Art, mit der Startnummer von Laufveranstaltungen umzugehen.
Die gute, alte Sicherheitsnadelmethode
Ihre Kolumnistin lief lange Zeit mit einem geschenkten Startnummernband um die Hüfte; seit das verloren ging (oder irgendwo in den Untiefen der Kleiderschränke versumpert ist), kam die Rückkehr zur guten alten Sicherheitsnadelmethode. Erst wird das Leiberl angezogen, dann die Startnummer sachte mit den vier Sicherheitsnadeln über dem Bauch fixiert. Alles easy, ein Aufwand von 35 Sekunden.
Nun gibt es allerdings auch noch die Sorte Läufer wie den Ehemann, der aus der simplen Befestigung einer Startnummer eine Handlung machen kann, die in einer fünfteiligen TV-Serie Platz hätte.
Feststecken, aufmachen, feststecken. . .
So pinnt er üblicherweise das Teil auf das Shirt, bevor er es anzieht. Blöderweise hakt er dabei meist Vorder- und Rückenteil mit einer Klammer zusammen. Also wieder aufmachen, noch mal von vorne und vorsichtig hingewurschtelt, weil er ja nichts ruinieren will am Gesamtkunstwerk (dessen Hauptbestandteil nebenbei angemerkt dann meistens schief über dem Bauch hängt).
Zuletzt beim Viertelmarathon in Graz wählte er aber die "Ich-zieh-erst-das-Leiberl-an"-Technik der Kolumnistin. Danach prangte die Startnummer groß über seinen Brustmuskeln.
Superman(n) am Start
Ob er denn jetzt Superman sei und die Startnummer wie dessen Emblem trage, wagte die Kolumnistin, nachzufragen. "Echt? Cool!" befand der Mann, trabte zum Start und hängte die Kolumnistin um 24 Minuten ab. Ein Super-Mann, wahrlich.
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