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KI als Coach: Macht das Sinn oder nicht?

ChatGPT analysierte Trainingsdaten, gab überraschende Tipps - und rügte ineffizientes Training.
Elisabeth Holzer-Ottawa
Eine Frau dehnt sich an einem Baumstamm im Wald.

Ihre Kolumnistin muss etwas gestehen: Sie ist der KI verfallen, also ChatGPT, und das in einem Punkt – Trainingsdatenanalyse.

Schlaue Antworten wirklich schlau?

Es ist schwer nachzuvollziehen, ob das, was die Künstliche Intelligenz da so an schlauen Antworten ausspuckt, wirklich intelligent und auch wirklich schlau ist , aber es macht den Anschein.

Fangen wir beim Anfang an. Bekanntlich hadert die bekennende Laufschnecke alias Kolumnistin seit geraumer Zeit mit Trainingsumfang und Leistung.

Laufschnecke mit Schnappatmung

Die Run-Walk-Run-Methode wurde auserkoren, um das Laufpensum leichter zu machen, alle zehn Minuten eine Gehminute. Das drückt den Puls, aber nur kurz.

Nach zehn Kilometern ist die Luft dennoch draußen und die Belastung trotz Schneckentempos im Höchstbereich – Laufschneckenschnappatmung setzt ein, ein Halbmarathon-Finish erfolgt nur noch durch reine Willenskraft und ist kein Vergnügen mehr.

Da sich die Kolumnistin nicht wie der Ehemann einen Personal Trainer leistet, der ihn pusht und berät, aber ChatGPT am Smartphone installiert hat, wurden die Laufdaten kurzerhand an die KI übermittelt.

Die rümpfte das virtuelle Näschen: "Ganz offen: So wie dieser Lauf aufgebaut ist, ist er nicht optimal für Effizienz. Du läufst im grauen Bereich: Zu schnell für Fettverbrennung, zu langsam für echte Leistungsanreize."

Danach folgte eine lange, extrem detailreiche Aufzählung, was denn wo nicht läuft, gefolgt vom Tipp, künftig doch nur noch zu gehen, bis die Grundlagenausdauer besser aufgestellt ist: "Mach die nächsten Läufe bewusst langsamer als dein Ego will."

Eigentlich gar nicht so blöd, diese KI.

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