Unterschätztes Helferlein: Gehen beim Lauftraining
"Run-walk-run"-Methode: Längere Distanzen mit Gehpausen beim Laufen (Symbolbild)
Ihre Kolumnistin will ja nicht schon wieder von den Gelenkswehwehchen anfangen, aber einmal muss noch sein. Erstens hilft ein Spaziergang nicht nur, um ein Iliosakralgelenk wieder flott zu kriegen, sondern tut auch Augen (Pause vom Bildschirm und vom Handywischen) und Seele (Sonne, Frühling und kein Handywischen) gut.
Das unterschätzte Wundermittel
Zweitens ist Gehen ein unterschätztes Wundermittel: Es hält den Kreislauf in Schwung, lässt sich im Alltag einbauen und erhöht ohne merkliche Anstrengung den täglichen Kalorienverbrauch. Eine Stunde Gehen bringt, abhängig von Größe und Gewicht, schon einmal 200 bis 250 Kilokalorien, das summiert sich.
Drittens sind Gehpausen auch ein gutes Helferlein für Läuferinnen und Läufer, untrennbar verbunden mit Jeff Galloway, der vor Kurzem nach einer Hirnblutung gestorben ist.
"Run-walk-run"-Methode
Galloway war Spitzenläufer mit 230 absolvierten Marathons und Teilnehmer an Olympischen Spielen, doch sein eigentlicher Erfolg lag an der Etablierung des Gehens im (Spitzen-)Laufsport. "Run-walk-run"-Methode nannte er sein Prinzip - ein Stück laufen, dann kurze Gehpause, dann wieder laufen.
Ihre Kolumnistin trainiert und läuft bei Veranstaltungen genau nach dieser Methode und fährt gut damit. Die kurze Gehpause nimmt psychisch den Druck aus langen Distanzen, weil sie die Strecke in Häppchen zerteilt und physisch Regeneration erlaubt.
Laufpassagen mit mehr Tempo
Und falls Sie nach Zeiten fragen: Auf die gesamte Strecke gerechnet fällt das Gehen nicht ins Gewicht, weil die Laufpassagen automatisch mehr Tempo erlauben. Aber aufs Ganze gesehen wird ein Halbmarathon damit doch wesentlich gemütlicher.
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