Trotz Sportpause: Ein beleidigtes Gelenk, ein Ge(h)schenk?
Spazieren geht hilft (Symbolbild)
Exakt vor zwei Wochen jammerte Ihre Kolumnistin über Schmerzen im unteren Rücken, Wärmepflaster und einen Ehemann, der sich schon auf das Muskelaufbautraining seiner Frau freut.
Für seine neue Rolle als Drill Sergeant würde er sich wohl sogar ein passendes neues Outfit kaufen. Aber damit sollte er noch zuwarten, denn es geht auch billiger.
Weil sich auch nach zwei Wochen keine deutliche Besserung durch Cremes, Schmerztabletten und Wärmepflaster gezeigt hat, wurde eine zweite ärztliche Expertise eingeholt.
Ein Gelenk ist schuld
Und siehe da: Nicht die Bandscheiben, ein eingeklemmter Nerv oder verspannte Muskeln sind der Übeltäter, sondern ein Gelenk, von dem die Kolumnistin nicht einmal wusste, dass es existiert. Eine kleine Umfrage unter Kolleginnen und Kollegen bewies, dass dieses mangelhafte Wissen weit verbreitet ist.
"... sakral ...": Wie bitte?
Um Sie nicht weiter auf die Folter zu spannen: Es dreht sich um das rechte Iliosakralgelenk, das sich nicht mehr so benimmt, wie es soll.
Dieses Dingelchen ist klein, verknüpft die Wirbelsäule mit dem Becken und an sich schon kaum beweglich. Und nun retour zum Drill Sergeant alias Ehemann, der schon mit seinen Therabändern bereitsteht: Ja, eh nett, aber um dieses Gelenk wieder flott zu kriegen, braucht es erst andere Behandlungen, Physiotherapie, sanfte Drehübungen – und "am besten gehen, gehen, gehen", rät der Doktor.
Schon pervers (verzeihen Sie jetzt dieses Wort), aber: Ausgerechnet Gelenksschmerzen, verursacht durch zu viel Sitzen, führen zurück zum Ursprung dieser Kolumne – mehr Bewegung im Alltag und mehr Sport.
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