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Von Startnummern und Leiberln: Ein gar genialer Notfalltrick

Eine Kollegin hat beim Frauenlauf in Graz die Sicherheitsnadeln für die Startnummer vergessen. Die improvisierte Rettung kam aus einem Kaffeehaus.
Elisabeth Holzer-Ottawa
Mehrere Läufer von hinten auf einer Straße, nur ihre Beine und Schuhe sind zu sehen.

Zuletzt wurde hier ja der Ehemann ein bisschen auf die Schaufel genommen, wegen der Startnummern bei Laufveranstaltungen, die er entweder schief oder wie ein Emblem quer über die Brustmuskeln auf Leiberln zu pinnen pflegt.

Sicherheitsnadeln vergessen

Doch es geht immer noch ein bisschen origineller, wie eine liebe Kollegin unlängst beim Frauenlauf in Graz demonstrierte. Zum gemeinsamen Frühstück in einem Innenstadtlokal nahm sie zwar Sportsachen, Laufschuhe und Startnummer mit, hatte aber die obligaten Sicherheitsnadeln nicht dabei.

Lösung? Ein Tacker

Nun gehören Sicherheitsnadeln für vergessliche Läuferinnen nicht zur Standardausrüstung in Kaffeehäusern. Bevor noch die Kolumnistin überlegen konnte, ob sie nicht zwei ihrer eigenen Nadeln abtreten wolle – so eine Startnummer hält beim Laufschneckentempo über fünf Kilometer auch nur mit zwei Stück – servierte ein aufmerksamer Kellner den restauranteigenen Tacker.

Die Kollegin griff zu, tackerte die Startnummer furchtlos an ihr T-Shirt – und was soll man sagen? Nie saßen Nummer und Zeitnehmungschip fester. Nichts rutschte, nichts wackelte, nichts ging verloren.

Der Plan ging auf

Das Leiberl nahm auch keinen Schaden, die Klammern wurden nach versehenem Dienst sachte gelöst und machten auch keine größeren Löcher als eine Sicherheitsnadel.

Unterm Strich eröffnet diese Notfallmethode also ganz neue Möglichkeiten. 

Vor allem bei Veranstaltungen, die (absichtlich) auch durch Gatsch und Wasser glänzen oder am Boden robben zum Erlebnis dazu gehört. Angetackert überwindet eine Startnummer jedes Schlammhindernis unbeschadet.

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