Auch Bewegung ist eine Frage des Geschmacks
Bewegung ist das Brot der Gesundheit. Wie man es belegt, hängt ganz vom Geschmack ab. Die beste Ehefrau der Welt meint, man könne dies quasi im Vorbeigehen machen. Bei ihr läuft bei Halb- oder Viertelmarathons alles nach der Galloway-Methode. A bissl laufen, a bissl gehen. Wird schon gehen. Aber das Training absolviert sie derzeit komplett im Gehen, marschiert zwischen den vielen Arbeitsstunden bis zu 6 Kilometer, Grundlagentraining nennt sie es.
Absolut schlau. Nur mir zu fad. Ich marschiere auch gerne durch die Stadt und die Natur, aber um zu entspannen, nicht um mich schwitzend für einen Marathon vorzubereiten. Spazierengehen befreit den Kopf von Unsinn. Es gab Tage, da gelang dies sogar (näher wollen wir darauf nicht eingehen). Aber auf einen Wettbewerb bereite ich mich in dieser Sportart vor, die ich auch dort betreibe – mit dem Laufen. Ich lerne ja auch nicht Tschechisch, wenn ich nach Teneriffa fliege oder spiele Badminton, wenn ich bei einem Radrennen mitmachen will.
Badeschlapfen-Van Dammes
Zurück zum Geschmack. Wie sich jemand vorbereitet, ist ja glücklicherweise seine Sache. Aber im Fitnessstudio fängt der Geschmack schon oft mit der Adjustierung und dem Einhalten der Gepflogenheiten an. Und da sind Sportschuhe unabdinbar, wenn jetzt eine barfüßige (junge) Gräfin trainiert, sagt keiner was. Aber zumeist sind es Zeitgenossen, die in Badeschlapfen den Jean-Claude Van Damme imitieren. Keine Seltenheit ist auch das gütige Teilen des Schweißes in Form von „ich brauche kein Handtuch“. Dresscode hin oder her – es ist alles eine Frage des Geschmacks.
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