Kolumnen
10/04/2020

Es werde Licht, oder auch nicht. Tücken der modernen Technik

Und wo bitte ist der Schalter?

von Katharina Salzer

Das Signal. Die Erfindung der Glühbirne Mitte des 19. Jahrhunderts machte die Entwicklung von Schaltern notwendig. Sie sind eine durchaus sinnvolle Sache – auch heute noch. Trotz möglicher Steuerung der Beleuchtung mithilfe von Handys und Fernbedienungen. Das Problem ist nämlich, wenn das TV-Gerät im Wohnzimmer und die Lampe über dem Esstisch auf das gleiche Signal reagieren. Ganz unerwartet. TV mithilfe des Handys an, das Licht geht aus. Licht mit der Fernbedienung wieder an. Aber das Programm im Fernsehen ist fad, also wechseln. Licht aus. Licht händisch wieder an. Lustig. Wenn man auf Besuch ist. Man freut sich auf den guten alten Schalter daheim, den man eigentlich schon lange einmal erneuern will. Dimmen (wie altmodisch) funktioniert nicht mehr.

Streitpunkt Rotlicht. Ja, ich weiß. Der Besuchte hat das alles ganz neu und wird es in den Griff bekommen. Es ist ja auch ein bisschen wie spielen. Wenn die Farben der Lampen neben dem Kamin wechseln können, je nach Stimmung. Das Rot scheint jedenfalls bei jedem eigene Assoziationen auszulösen. Die Frau des Hauses mag es nicht. Der Herr des Hauses findet es entspannend. Und es sorgte für einen Anruf der Nachbarin, ob nicht etwa .... nicht, was man so denken könnte. Nein, ob man denn jetzt Schlangen daheim habe? Nein, nur neues Spielzeug.

Tipps. Wer sich für Lichtgeschichte interessiert, wird im Technischen Museum in Wien fündig. Eines der Ausstellungsstücke: das Gasglühlicht. Nach dessen Erfinder wurde der Auer-Welsbach-Park benannt, der gleich beim Museum ist. Ein Spaziergang bietet sich an. Früher übrigens war er ein „Küchengarten“, wo Obst und Gemüse angebaut wurde.

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