Kolumnen
16.11.2018

Die neue Generation

Die UEFA hat ein kaum zu durchschauendes Gebilde geschaffen. Der Zweck der Übung ist natürlich Geldverdienen.

Nächste Woche wird in der Nations League der dicke Schlussstrich gezogen – auch wenn es noch Finalspiele gibt. Die große Abschlusstabelle nach allen Gruppenspielen aller 55 Teilnehmer wird Bestandteil der Topfeinteilung für die EM-Qualifikation sein. Für Österreich geht es um einen Platz in Topf zwei oder Topf drei bei der Auslosung der Qualifikationsgruppen am 2. Dezember in Dublin. Gute Leistungen in der Nations League können auch einen Patzer in der Quali gutmachen, vier Nationalteams bekommen ein Ticket für die europaweite Endrunde im Jahr 2020.

Mit der Nations League hat die UEFA ein kaum zu durchschauendes Gebilde geschaffen. Der Zweck der Übung ist natürlich Geldverdienen. Die Verbände wurden mit Startgeldern geködert, so erhält der ÖFB 1,5 Millionen Euro. Als Zuckerl gibt es für die Gruppensieger noch einmal so viel.

Sportlich aber müsste es für das österreichische Team egal sein, ob es Spiele in einem undurchsichtigen Bewerb sind oder reine Tests. Mit dieser Spielergeneration im besten Alter muss einfach wieder eine Qualifikation her. Sei es für die EM 2020 oder die WM 2022. Zumal ja die Auswahl von Franco Foda eine internationale ist, aus England und vor allem Deutschland. Zum Vergleich: Beim 3:3 in Belfast vor 14 Jahren spielten mit Manniger und Schopp nur zwei Legionäre. Vor einem Monat beim 1:0 gegen Nordirland waren es nur drei Spieler, die ihr Geld noch in Österreich verdienen.