Fußball
09/17/2019

Austria: Weitblick statt Kurzsichtigkeit

"Anstoß": Wäre Geld vorhanden, müsste man schon im Winter damit beginnen, sich von einigen Kaderspielern zu trennen.

von Alexander Strecha

Selbst durch die violette Brille ist mittlerweile erkennbar, dass die Austria die Saison bezüglich ihrer Ziele abhaken kann und auch sollte. Zur Erinnerung: Ein Jahr lang legte man die ganze Energie in das Erreichen der Europa League, die dann innerhalb einer Woche für die Wiener nach zwei Partien gegen Limassol schon wieder abgepfiffen war. Wozu also all dieser Aufwand, wenn kein Aufwärtstrend ersichtlich ist?

Seit fast zwei Jahren drehen sich die Violetten im Kreis. Weil die Finanzen zum Sparen zwingen, können nur günstige Spieler gekauft werden. Bei den Verpflichtungen der vergangenen Transferperioden bewiesen die Verantwortlichen kein glückliches Händchen, zu viele Neue können der Austria nicht helfen, das Niveau der Mannschaft nicht heben. Seit zwei Jahren ist zu vernehmen, dass die Qualität im Kader grundsätzlich vorhanden wäre, allein den Beweis bleibt man zumeist schuldig.

Wäre Geld vorhanden, müsste man schon im Winter damit beginnen, sich von einigen Kaderspielern zu trennen.

Von jenen, die nicht gut genug sind, eine Austria auf einen höheren Level zu bringen, von jenen, die sich damit zufrieden geben, bei der Austria Fußball spielen zu dürfen, von jenen, die sich leidenschaftslos über den Platz bewegen und sich in ihrem Schicksal ergeben, wenn der Spielverlauf gegen die Violetten spricht. Da aber die Kosten für die Generali Arena das Budget maßgeblich negativ beeinflussen, muss die Austria dringend die Scouting-Abteilung effizienter und viel besser ausrichten und sich nach Verstärkungen aus den eigenen Reihen umsehen. Doch der Blick droht ins Leere zu schweifen.

Geduld ist gefragt am Verteilerkreis. Vor allem auch mit Peter Stöger, der sämtliche Freiheiten im operativen Bereich benötigt, um etwas verändern zu können. Gleichzeitig sind viele Leute mit fußballerischem Halbwissen in diversen Gremien aufgerufen, auf Zwischenrufe und Einmischungen zu verzichten. Denn ihnen fällt seit Jahren ohnehin nichts anderes ein als ein Trainerwechsel.

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