Kolumnen
01/17/2021

Planungssicherheit

Der Ruf nach Planungssicherheit ist verständlich. Es kann sich dabei aber nur um eine Mitmachaufgabe handeln.

von Birgit Braunrath

Die derzeit von allen Seiten geforderte Planungssicherheit klingt wie der Ruf nach einem stabilen Handlauf beim Wildwasserpaddeln, ist aber absolut verständlich. Ebenso wie die Wut, Verzweiflung, Resignation, Angst und Ratlosigkeit. Denn in der glücks- und erfolgsgetriebenen Prä-COVID-Ära war alles, was sich dem persönlichen Glück und Erfolg in den Weg stellte, sofort Anlass, etwas zu ändern. Am Lockdown ist nichts zu ändern. Wer also jetzt zornig, wütend, verzweifelt ist, sollte wissen: Es ist normal, nicht okay zu sein. Niemand, der jetzt nicht glücklich oder nicht erfolgreich ist, ist ein Versager. Alle sitzen im selben Wildwasserboot.

Und Planungssicherheit kann angesichts der hochinfektiösen Virusmutation nur eine Mitmachaufgabe sein. Im Sinne von: „Ab einer 7-Tage-Inzidenz von XX sperren wir schrittweise auf.“ An diesem Punkt kann sich dann jeder an der Planungssicherheit beteiligen, indem er mittut, weil er weiß, dass für jeden Maßnahmenverweigerer alle anderen umso härtere Auflagen mittragen müssen. Denn soweit bisher bekannt ist, verweigert das Virus nicht die Infektion von Maßnahmenverweigerern.

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