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Kiku
12/31/2020

Zusätzliche 150 Ausbildungsplätze für Kindergärten

Neue Kollegklassen für Elementarpädagogik an fünf Standorten. Frage der tertiären Ausbildung offen.

von Heinz Wagner

Am Silvestertag kündigte Bildungsminister Heinz Faßmann in einer Aussendung den Start von fünf zusätzlichen Kollegklassen mit insgesamt 150 Ausbildungsplätzen für Elementarpädagogik an – und zwar an den Standorten Mureck, Hartberg, Oberwart, Ried und Wien-Favoriten.

Es ist dies – mit zwei steirischen Standorten – auch eine Reaktion auf die heftige Kritik an einer geplanten Schmalspur-Ausbildung, mit der das Land Steiermark den Mangel an pädagogischem Personal in den Kindergärten beheben wollte. Ohne Ausbildung mit lediglich 30 Unterrichts-Einheiten hätten die Personal-Lücke behoben werden sollen.

Nun starten mit dem kommenden Schuljahr an den genannten Standorten von Bildungsanstalten für Elementarpädagogik (BAfEP) Kolleg-Klassen. „Die elementarpädagogischen Einrichtungen sind die erste Bildungseinrichtung im Leben eines Kindes. Hier passieren wichtige Lernprozesse, die die Kinder für ihre weitere Schullaufbahn prägen. Deshalb ist eine qualitativ hochwertige Ausbildung für das pädagogische Personal so wichtig“, wird der Minister in der Aussendung zitiert.

Für den grünen Koalitionspartner betonte dessen Bildungssprecherin Sibylle Hamann: „Die Elementarpädagogik in Österreich braucht noch viel mehr öffentliche Wertschätzung und professionelle Expertise, als sie derzeit hat. Mit den neuen Lehrgängen wollen wir Menschen mit verschiedensten Hintergründen und Lebenserfahrungen für diesen wichtigen Beruf gewinnen.“

Erfreulich, aber...

„Die Installierung einer eigenen für das Kindergartenwesen zuständigen Stelle im Bildungsministerium, die nun angegangene höchst erfreuliche Erweiterung der Kollegs an den BAfEP in Mureck, Hartberg, Oberwart, Ried und Wien 10 sind ein Anfang – die umfassende Reform des Elementarbildungswesens fehlt jedoch weiterhin“, merkte… Johannes-Maria Lex an. Er ist der Motor der Facebook-Plattform „Bildung ist Zukunft – für alle Menschen in Österreich“.

Diese sowie vor allem das „Netzwerk elementarer Bildung Österreich“ (NeBÖ), vormals Österreichischer Berufsverband der Kindergarten- und Hortpädagog*innen (ÖDKH) und die Plattform PlattformEduCare verweisen auf die Diskussionen um die  PädagogInnenBildungNEU. In dieser war ursprünglich für die Elementarpädagog*innen – vergleichbar den Lehrer*innen eine tertiäre Ausbildung vorgesehen – im ersten Schritt zumindest für die Leitungen von Kindergärten.

Ob mit den zusätzlichen neuen Kolleg-Klassen diese Forderung – neben jener nach besseren Rahmenbedingungen wie kleineren Gruppen und mehr Personal – auf Eis gelegt werde – auf diese Frage des Kinder-KURIER gab es am Donnerstag folgende Antwort: "Nein, denn bei den neuen Ausbildungsplätzen geht es um Erwachsene, die sich im zweiten Bildungsweg ausbilden lassen. Tertiäre Ausbildung ist ein Thema, das insbesondere auch mit den Ländern und Gemeinden als Dienstgeber diskutiert werden muss, etwa im Beirat für Elementarpädagogik."

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