Konzentriert baut der 5-Jährige an seiner Viren-Vernichtungsmaschine

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Kiku
04/10/2020

Vernichtungsmaschine, Seifenblasen ... Sebis Kampf gegen Corona

Fünfjähriger hat laufend neue kreative Ideen, die helfen ihm gegen seine Ängste – und seinen Ärger in Sachen Corona.

von Heinz Wagner

Eierkartons, Küchenrollenrollen, Papier, Kluppen und sonst noch so einiges, das ihm in die Finger kommt in der Wohnung sammelt der fünfjährige Sebi aus Wien-Meidling. „Daraus bau ich eine Viren-Vernichtungsmaschine“ übermittelt er dem Kinder-KURIER. Das weltweit gefürchtete Corona-Virus ist nämlich schuld daran, dass der Bub sowohl seinen besten Freund Adrian, der gar nicht weit entfernt wohnt, nicht treffen kann als auch seine geliebte Oma.

Wie auch viele andere – nicht nur – Kinder, die aber auf ganz spezielle Art (dazu auch weiter unten), beschäftigt ihn sowohl das nicht wirklich Raus-Dürfen als auch das allgegenwärtige Virus sehr massiv. Eine Art, seine Angst und seinen Ärger zu bewältigen, ist aktiv was zu tun.

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Virenbande und Osterhase

Neben der Viren-Vernichtungsmaschine hat er vor kurzem sich auch eine Viren-Gang ausgedacht. Diese „Bande“ soll das Corona-Virus besiegen. Diese Idee scheint inspiriert von dem Buch „Kommissar Maus löst jeden Fall. Rotzalarm“ (von Sibylle Rieckhoff und Valeska Scholz/Verlag Haba), ergänzt seine Mutter gegenüber dem Kinder-KURIER.

Wie die Viren-Gang kämpft, will der KiKu von Sebi wissen. „Na, die Viren haben natürlich alle Schwerter. Und weil sie besser kämpfen können, drängen sie Corona weg. Bis in den Himmel hinauf, so hoch bis Corona zur Sonne kommt und verbrennt.“, lässt der 5-Jährige ausrichten.

Ach ja, der Osterhase, scheint für ihn auch ein möglicher Virenbekämpfer – aber auf den hofft er nur, da kann er selber nix tun.

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Selber was tun!

Die Hoffnugn auf den Osterhasen oder die Virus-Bande ist das eine, er aber will selber was tun, das ist ihm wichtiger. Und so kam er auf die Idee: „An Seifenblasen rutscht das Virus ab!“, sagt Sebi. Daher geht er oft mit der Mutter vors Wohnhaus in Wien-Meidling und bläst Seifenblasen in die Luft – natürlich mit dem Mindestabstand, meist sogar weit mehr. Aber so manche der luftigen Blasen fliegt ja viel weiter – bis zu anderen Leuten hin. Und die freuen sich immer. Ein Lachen hin, ein Lachen zurück – auch das hilft – zumindest für die Stimmung – und Lachen stärkt ja auch die Abwehrkräfte ;)

Übrigens, wie ist das mit Seifenblasen und dem Virus? Das fragte der Kinder-KURIER den bekannten Physiker und Direktor des Planetariums, derzeit aber auch Checker von Lern-Planet auf W24, Werner Gruber. „Seifenblasen können sogar noch mehr, sie zerstören das Virus, indem sie seine Hülle auflösen“, so Gruber, „deswegen ist ja auch das gründliche Händewaschen mit Seife so wichtig!“

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Wenigstens wegwaschen

Letzteres bezweifeln Ärzte, bei denen sich der KiKu umhörte: Zum Zerstören braucht's doch Stärkeres wie Desinfektionsmittel, aber wegwaschen das kann seife schon.

Neueste Variante seines Corona-Kampfes: Das Virus auf den Mond schießen. Dort lebt ja eh kein Mensch ;) Wenn das endlich weg ist, muss er nämlich auch nicht mehr die Maske im Supermarkt aufsetzen, das ist ihm im Gesicht „viel zu heiß“.

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