Andreas Hudeček, Energie-Berater bei Wien-Energie

© Wolfgang Semlitsch/SchauTV

Kiku
04/05/2019

Erklären, wie's funktioniert, aber auch Zukunft aufzeigen

Gespräch mit Andreas Hudeček, Energie-Berater bei Wien-Energie, der auch die Führung durch die Erlebniswelt leitete.

von Heinz Wagner

Andreas Hudeček ist Energieberater bei Wien Energie und leitete die Führung, als wir mitschauen, fotografieren und filmen durften. Wir baten ihn zu einem kurzen Interview.

Was kann ich mir unter Ihrem Job als Energieberater vorstellen?
Energieberatung umfasst Informationen und Tipps in Sachen Energieeffizienz im Haushalt - von Ratschlägen auf die Fragen, welche Geräte die Kund_innen kaufen sollen, um Energie zu sparen bis hin zu Tipps bei der Bauplanung.

Jede und jeder kann sich hier beraten lassen?
Ja. Und da wir zentral an zwei U-Bahnlinien liegen, sind wir leicht erreichbar und man kann sich auch die Erlebniswelt - die es seit zwei Jahren gibt - anschauen, um mehr über Hintergründe rund um Energie zu erfahren.

Man kann jederzeit hierher kommen?
Gruppen sollten sich anmelden. Man kann schon einfach durchgehen, bei jeder der 19 Erlebnisstationen gibt es Erläuterungen, aber wir haben auch die Möglichkeit, Gruppen durchzuführen. Auf unserer Homepage gibt’s die Möglichkeit, sich für Führungen anzumelden.

Wie viele Gruppen kommen im Schnitt pro Woche?
Wir haben zwei bis drei Führungen pro Tag hier in der Erlebniswelt. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit die MüllVerbrennungsAnlage Spittelau oder den Kraftwerkspark in Simmering zu besuchen. Dort wird die Technik gezeigt. Wenn man immer schon wissen wollte, wo kommt für die Großstadt Wien Wärme und Strom her, dann sieht man das dort.

Wir bieten Führungen ab der 3. Volksschulklasse an. Volksschulkinder sind mir ein liebes Publikum. Es ist spürbar, dass Kinder oft noch mehr mit Instinkt als aus Überlegung handeln und meistens damit sogar bei Quiz und anderen Fragen die besseren Antworten geben.

Hier ist aber nicht nur die Technik im Vordergrund?
Wir versuchen auf einfache und verständliche Weise, aufzuklären, wie eigentlich die Technik und die Physik und Chemie dahinter funktioniert. Und nicht nur das: Wir wollen auch ein bisschen Zukunftsperspektiven aufzeigen, weil sich in diesem Sektor momentan doch sehr viel verändert.

Was sind die wichtigsten Zukunftsperspektiven, die sie aufzeigen wollen?
Ein großes Ziel, und das ist natürlich nicht nur hier auf uns oder Wien beschränkt, ist es, die Treibhausgas-Emissionen so weit zu reduzieren, dass nicht noch größere negative Folgen zu erwarten sind als ohnehin schon. Dann wollen wir auch noch zeigen, wie der Übergang zur E-Mobilität funktioniert, womit wir in Zukunft heizen, ob wir überhaupt noch heizen müssen, wenn wir g‘scheit planen.

Sie legen auch Wert auf Energiesparen, ist dies nicht ein Widerspruch bei einem Unternehmen, das Energie verkaufen will?
wir machen das im Prinzip seit 1985. Wir versuchen, die Menschen nicht im Stich zu lassen. Der notwendige Wandel im Umgang mit Energie muss ja verstanden werden. Die nächsten fünf Jahre werden wahrscheinlich mehr verändern als ich in den 31 Jahren erlebt habe, die ich nun schon im Unternehmen bin.

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