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© Roman Picha/Montag KiKu

Kiku
05/03/2020

Wegen Corona-Krise Schüler_innen von Praktika befreien!

Arbeiterkammer: Bis zu 50.000 Schüler_innen finden jetzt keine Stelle für Pflichtpraktika – Bildungsministerium muss Druck nehmen

von Heinz Wagner

Rund 50.000 Jugendliche berufsbildender Schulen müssen Pflichtpraktika absolvieren, um überhaupt zu ihren Abschlussprüfungen antreten zu können. Sie sollen ja in ihren Berufsfeldern praktische Erfahrungen in unternehmen sammeln. Damit erlangen sie mit ihren schulischen Abschlüssen auch Berufsberechtigungen.

Nun ist es aber so, dass angesichts der Krise in vielen Bereichen – Gastronomie ist da das offensichtlichste – kaum bis keine Praktikumsstellen vergeben werden, ist dies doch die fast geringste Sorge der Unternehmen, die ums Überleben kämpfen. Der (Kinder-)KURIER hat dazu schon vor einem Monat berichtet - siehe Bericht hier unten

Was tun?

Am Sonntag verlangte die Präsidentin der Arbeiterkammer, Renate Anderl, in einer Presseaussendung den Verzicht auf die Pflicht für Pflichtpraktika: „Die Schülerinnen und Schüler der berufsbildenden Schulen dürfen jetzt nicht zur sinnlosen Suche nach Plätzen für Pflichtpraktika gezwungen werden. Den Betroffenen muss jetzt mit einem klaren Erlass des Bildungsministeriums geholfen werden.“

Mühsam

Der derzeitige Erlass schreibt vor: Das Praktikum muss trotz der Corona-Krise gemacht werden, eventuell in gekürzter Form. Wer Absagen erhält, muss weitersuchen oder das Praktikum eventuell nächstes Schuljahr nachholen – dann also schlimmstenfalls nächstes Jahr zwei Praktika in den Sommerferien machen. Eine Befreiung vom Praktikum gibt es nur, wenn SchülerInnen eine für die Schule genügende Zahl an erfolglosen Bewerbungen nachweisen. Anderl: „Das hilft genau niemandem, weder den Schülerinnen und Schülern und ihren Eltern, noch den Schulleitungen, die diese unklare Regelung handhaben müssen.“

Druck nehmen

Die AK-Präsidentin verlangt, „Druck von den SchülerInnen und ihren Familien zu nehmen. Die Pflicht zum Praktikum muss einfach aufgehoben werden, bis die Corona-Krise vorbei ist.“

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