Seltene Zitronen-Sorten aus Kärnten

Der Zitrusgarten, Zitronen aus Österreich, Kärnten, Bio
Foto: Der Zitrusgarten.com

Einmalig in Österreich: Der Kärntner Michael Ceron hat seine mehr als 200 Zitronen-Sorten Bio zertifizieren lassen.

Seit mehr als 20 Jahren kultiviert Michael Ceron Zitruspflanzen in seinem Zitrusgarten in Faak am See. Mit einem unglaublichen Aufwand hat der Kärntner Züchter seine 210 Zitronen-Sorten Bio-zertifizieren lassen. Acht Jahre dauerte der bürokratische Kampf von Ceron: Jetzt tragen nicht nur seine 283 Topf-Zitruspflanzen-Sorten ein Bio-Siegel, sondern auch seine gesamte Frucht-Ernte. "Einzigartig in Österreich: Wo kann der normale Konsument hunderte Zitronen-Sorten in Bio-Qualität kaufen, die in Österreich gewachsen sind? Ich würde sogar sagen, dass meine Zucht einzigartig in Europa ist."

Der Zitrusgarten, Zitronen aus Österreich, Kärnten, Bio Foto: Der Zitrusgarten.com Seine Zitronen wachsen im Gewächshaus auf Mutterboden, da die Pflanzen nicht winterhart sind und den österreichischen Winter nicht überleben würden. Vor 2,5 Jahren begann er mit der Aufzucht auf Mutterboden, was eine neuerliche Bio-Zertifizierung notwendig machte. Die Früchte sind noch Mangelware, Vortritt haben österreichische und deutsche Haubenköche: "Die gesamte Ernte ist ausreserviert. Zitronen brauchen acht bis zwölf Monate für ihren Wachstum. Besonders stolz bin ich auf die 38 Cedrat-Zitronen-Sorten: Bekannt ist Buddhas-Hand – es zeichnen sich aber alle Citrat-Sorten durch ihren außergewöhnlichen Geschmack aus." Bei den Cedrat-Zitronen handelt es sich um die "wahren" Ur-Zitronen, die von der Spitzengastronomie oft wie Trüffel oder Salz eingesetzt wird.

"Da normale Speisezitronen immer unreif in die Geschäfte kommen, kennen wir nur jene mit einem hohen Säureanteil."

Der Zitrusgarten, Zitronen aus Österreich, Kärnten, Bio Foto: Der Zitrusgarten.com "Sie schmecken alle so unterschiedlich wie Äpfel und Birnen. Da normale Speisezitronen immer unreif in die Geschäfte kommen, kennen wir nur jene mit einem hohen Säureanteil. Dabei lassen sich Zitronen wie Äpfel essen: Je reifer Zitronen sind, desto weniger sauer sind." Die Möglichkeiten der Verwendung erweitern sich mit dem vollreifen Geschmack. Der neue Vier-Haubenkoch Silvio Nickol verwendet die große Auswahl für die Zubereitung seiner Desserts, der Kärntner Drei-Haubenkoch Hubert Wallner vom Bad Saag schätzt die Nuancen zu Fisch.

Zu Cerons Lieblingszitronen zählen Crispiefolia und Florentina: "Erstere schmeckt wie eine saftige Williamsbirne, die andere hat einen leicht süßlichen Abgang. Beide haben gelbe Schalen, aber grünliches Fruchtfleisch."

Der Zitrusgarten, Zitronen aus Österreich, Kärnten, Bio Foto: Der Zitrusgarten.com Zwischen Frühjahr und Herbst werden alle zwei Wochen Topfpflanzen geliefert – auch express nach Wien (50 cm Höhe, zehn bis 15 Früchte, 65 Euro). Am wohlsten fühlen sich Zitrusbäumchen bei Temperaturen zwischen sechs und acht Grad. "Natürlich wäre ein Wintergarten optimal, aber das Problem liegt beim Lüften. Die Pflanzen brauche unbedingt Frischluft und wer lüftet seine Wintergarten schon täglich?" Ceron empfiehlt daher seinen Kunden, die Zitruspflanzen im Winter ins Schlafzimmer zu stellen. "Schlafzimmer liegen meis ost- oder nordseitig: Da sie aber täglich gelüftet und kaum geheizt werden, herrscht ein gutes Raumklima."

(Kurier / kaa) Erstellt am
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