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Genuss
01/25/2017

Warum Sie keinen braunen Toast essen sollten

Schon bisher war bekannt, dass verbrannte Stellen kanzerogene Stoffe beinhalten – jetzt warnen Wissenschafter aber auch vor braunen Stellen.

Goldgelb ist das Schlüsselwort einer neuen Empfehlung der britischen Food Standards Agency. Brauner Toast oder braun frittierte Chips haben laut britischen Experten ein "potenzielles Krebs-Risiko": Hobbyköche sollten Gebäck zu Hause lieber nur goldgelb toasten. Bisher hatten Wissenschafter vor allem vor schwarzen Stellen gewarnt, dass auch braun geröstetete Lebensmittel gemieden werden sollen, ist neu.

Auch die EU-Lebensmittelbehörde warnte vor krebserregendem Acrylamid in Nahrungsmitteln. Der chemische Stoff, der unter anderem beim Braten und Backen von stärkehaltigen Produkten wie Erdäpfeln entsteht, könnte das Krebs-Risiko in allen Altersgruppen steigern, heißt es in einer Bewertung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit.

Die Zubereitung von Lebensmitteln spielt eine wichtige Rolle, denn Acrylamid entsteht bei hohen Temperaturen und geringer Luftfeuchtigkeit beim Braten, Rösten, Backen, Grillen oder auch Frittieren. Acrylamid kommt am häufigsten in Erdäpfelprodukten wie Chips und Pommes frites sowie in Kaffee, Keksen, Knäckebrot und Toastbrot vor.

Welche Mengen für den Menschen gefährlich sind, kann mangels Daten nicht sicher gesagt werden. Wie die BBC berichtet, gibt eine neue Kampagne der Food Standards Agency Tipps für die Praxis:

  • Ob Toasten, Frittieren, Braten oder Backen, die Lebensmittel sollten nie dunkler als goldgelb geröstet werden.
  • Rohe Erdäpfel oder Pastinaken sollten nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden, da ihr Zuckergehalt bei niedrigen Temperaturen steigen kann, was wiederum den potenziellen Gehalt von Acrylamid beim Kochen steigern kann.

Generell empfehlen Experten, auf hohe Temperaturen beim Backen oder scharfes Anbraten zu verzichten.